Kritik an Eislaufbahn rund um Pavarotti-Statue in Pesaro
Doch die Kritik ließ nicht lange auf sich warten: Nicoletta Mantovani, die Witwe Pavarottis, äußerte in einem Interview mit der Zeitung "Il Resto del Carlino" ihren Unmut: "Es ist eine Verhöhnung von Luciano, eine sehr unschöne Sache. Es tut mir leid, dass die Stadt so etwas zugelassen hat, denn es betrifft das Ansehen von Luciano und den Respekt ihm gegenüber", sagte Mantovani. "Wenn man die Eislaufbahn unbedingt dort aufstellen wollte, hätte man die Statue versetzen oder einen anderen Platz wählen können", fügte Pavarottis Witwe hinzu.
Der Bürgermeister Andrea Biancani reagierte auf die Kritik und erklärte, dass er nicht beabsichtigt habe, Pavarotti oder seine Familie zu beleidigen: "Es war sicherlich ein Fehler, aber ich bitte darum, nicht zu dramatisieren. Die Statue von Luciano Pavarotti ist für uns ein großes Ehrenzeichen", betonte er. Die Verlegung der Eisbahn sei aufgrund der engen Zeitvorgaben vor der Eröffnung der Weihnachtsveranstaltungen nicht mehr möglich.
"Wir sind uns der Situation bewusst und werden im nächsten Jahr mehr Augenmerk darauf legen, dass solche Vorfälle nicht wieder vorkommen", betonte der Bürgermeister und übernahm die Verantwortung für den Vorfall. "Es war ein Fehler, aber er war nicht absichtlich", fügte er hinzu.
Luciano Pavarotti stammte zwar nicht aus Pesaro, sondern wurde in Modena geboren und verstarb dort, aber er pflegte eine enge Beziehung zu dieser Stadt. 1986 wurde ihm die Ehrenbürgerschaft von Pesaro verliehen, als Anerkennung für die Bedeutung, die die Stadt im Laufe seines Lebens für ihn hatte. Pavarotti wählte Pesaro nicht nur als seinen Wohnort, sondern fühlte sich auch tief mit der Stadt verbunden.
Die Villa, in der Pavarotti in Pesaro lebte, wurde zu einem Treffpunkt für zahlreiche Freunde und berühmte Künstler. Musiker wie Sting, Lucio Dalla und Zucchero gehörten zu den regelmäßigen Gästen, vor allem während der Wohltätigkeitsveranstaltungen "Pavarotti and Friends" in den frühen 1990er-Jahren. Diese Events, bei denen Musik und soziale Verantwortung miteinander verbunden wurden, sind ein Symbol für Pavarottis Engagement, sowohl in der Musik als auch für wohltätige Zwecke.
Zusammenfassung
- Die Stadt Pesaro hat in diesem Jahr eine Eislaufbahn rund um die Statue des 1935 geborenen und 2007 verstorbenen Tenors Luciano Pavarotti errichtet, nur wenige Schritte vom Teatro Rossini entfernt.
- Pavarottis Witwe Nicoletta Mantovani kritisierte das Projekt öffentlich als "Verhöhnung von Luciano" und bemängelte mangelnden Respekt gegenüber dem Ansehen ihres Mannes.
- Bürgermeister Andrea Biancani räumte einen Fehler ein, übernahm die Verantwortung und versprach, im nächsten Jahr mehr Sorgfalt walten zu lassen, nachdem eine Verlegung der Eisbahn aus Zeitgründen nicht möglich war.
