Krampus auf Rädern: Wie sich ein Steirer seinen Traum erfüllte

06. Dez. 2022 · Lesedauer 2 min

Der 24-jährige Andreas Marold aus Leoben ließ sich nicht davon abhalten, Teil eines Krampuslaufs zu werden. In Altenmarkt bei Sankt Gallen war es nun so weit. Seine Mutter sagt stolz: "Er ist so ein Kämpfer."

Andreas Marold konnte sich in diesem Jahr einen großen Wunsch erfüllen und erstmals an einem traditionellen Krampuslauf in vollem Kostüm teilnehmen - obwohl er im Rollstuhl sitzt.

Seit einem Badeunfall im Jahr 2007 ist der 24-jährige Leobener auf Hilfe angewiesen. Mit seiner Familie und Freunden kann er nur mithilfe seiner Augen und eines Sprachcomputers kommunizieren. Ein großer Wunsch des Steirers war es schon länger, an einem Krampuslauf teilzunehmen. Seit Jahren habe er sich gewünscht, eine Integrationsgruppe zu gründen oder bei einer bestehenden Gruppe mitzulaufen, erzählt seine Mutter Gudrun Marold in Café Puls.

Von allen Krampusgruppen habe Andreas Marold nur Absagen bekommen. Wegen des Rollstuhls sei eine Teilnahme zu gefährlich, hieß es etwa. Krampusläufe sind in vielen Dörfern und Städten der Alpen schließlich ein beliebter, mitunter aber auch brutaler Brauch. Marold gab dennoch nicht auf. "Er will einfach nur dazugehören", sagt Mutter Gudrun.

"Hochofen-Teifln"

So gründete Andreas seine eigene inklusive Krampusgruppe, die "Hochofen-Teifln". Hilfe bekam er von Natalie Baginski, die seinen Social-Media-Auftritt betreut. So ist eine Krampusgruppe rund um Andreas entstanden. Sie sei sehr stolz auf ihren Sohn, "nicht nur weil er die Krampusgruppe gegründet hat, auch weil er so ein Kämpfer ist", sagt Gudrun Marold.

"Viel Gastfreundschaft" in Altenmarkt

Am vergangenen Freitag war es nun so weit: Andreas Marold nahm am Krampuslauf in Altenmarkt bei Sankt Gallen in der Steiermark teil. Andreas und sein Team freuten sich danach auf Facebook, dass ihnen dort "so viel Gastfreundschaft" entgegengebracht worden sei, es sei "einfach der Wahnsinn" gewesen. Gezeichnet war die gute Nachricht auf Facebook ganz Krampus-like mit "teuflischen Grüßen". Der Auftritt kam in Altenmarkt tatsächlich höllisch gut an, wie die Reaktionen vieler Besucherinnen und Besucher zeigten.

Quelle: Redaktion / kap