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"Konsum-Ente 2021" an Dr. Oetker

24. Feb. 2022 · Lesedauer 2 min

mit Titandioxid versetzten

Auf den Plätzen folgten das S-Budget Baguette von Spar sowie die Nuss-Nougat-Creme von Billa Bio. Das Weißbrot wird nach Auskunft des Unternehmens tiefgekühlt importiert, um in Österreich fertig gebacken zu werden. Der weite Transportweg und dass auch heimische Betriebe das Lebensmittel erzeugen könnten, bescherte Spar den zweiten Platz im Ranking. Anfang 2021 brachte Rewe in Österreich eine Nuss-Nougat-Creme der neu eingeführten Eigenmarke Billa Bio auf den Markt. Sie enthält eben Sonnenblumen- auch Palmöl, was viele Konsumentinnen und Konsumenten offensichtlich nicht goutieren - Platz 3.

Der von Dr. Oetker hierzulande in einigen Produkten (z.B. Party Mix, Rainbow Mix) noch beigemischte, als E 171 gekennzeichnete weiße Farbstoff war im vergangenen Mai von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) als "nicht sicher" eingestuft worden. Titandioxid stehe im Verdacht, krebserregend zu sein, in Frankreich ist es seit 2020 in Lebensmitteln verboten. "Beim dort verkauften Kuchendekor verzichtet Dr. Oetker auf Titandioxid - ebenso seit einiger Zeit in Deutschland. Das Unternehmen hatte angekündigt, dass dies in Österreich bis spätestens Ende 2022 der Fall ist. Aufgrund eines mittlerweile beschlossenen EU-Verbots hat das Unternehmen nun möglicherweise früher Handlungsbedarf: Ab Sommer 2022 ist die Verwendung des Zusatzstoffes Titandioxid in Lebensmitteln untersagt", so der VKI.

Platz 4 ging an Darbo Feiner Blütenhonig. Die Tiroler Firma bezieht ihre Zutaten nicht ausschließlich von heimischen Imkern, sondern auch aus Ungarn, Rumänien und Mexiko. Römerquelle ließ mit einer versteckten Preiserhöhung die Emotionen hochgehen: Die Ein-Liter-PET-Flasche wurde laut VKI auf 0,75 Liter verkleinert, der Preis pro Liter erhöht, Römerquelle Emotion habe sich damit über Nacht um elf Prozent verteuert.

So viele wie noch nie, nämlich 688 Beschwerden, waren bei der Melde- und Informationsplattform www.lebensmittel-check.at eingegangen. Sie war 2010 vom VKI ins Leben gerufen worden und wird vom Sozial- und Konsumentenschutzministerium unterstützt.

(S E R V I C E - Ergebnisse und Stellungnahmen betroffener Unternehmen www.konsument.at)

Quelle: Agenturen