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Konferenz zum Schutz der Weltmeere gestartet

03. März 2023 · Lesedauer 2 min

Zum Start der internationalen Meeresschutzkonferenz "Our Ocean" in Panama-Stadt haben die USA rund sechs Milliarden US-Dollar (etwa 5,65 Milliarden Euro) für den Schutz der Meere im Jahr 2023 zugesagt. Der Klimabeauftragte des Weißen Hauses, John Kerry, erklärte am Donnerstag, die Summe solle auf 77 Hochsee-Projekte verteilt werden. Zuvor hatte bereits die Europäische Union 816,5 Millionen Euro für den Meeresschutz zugesagt.

320 Millionen Euro davon sollen an Forschungsprojekte zum Schutz der maritimen Biodiversität gehen. Weitere 250 Millionen Euro gibt die EU zum Start des Sentinel-1C-Satelliten dazu, der die Eisschmelze und daraus entstehende Klimaeffekte beobachten soll.

Das Gastgeberland Panama wird indes die Größe seiner Meeresschutzgebiete fast verdoppeln. Bei der Konferenz unterzeichnete Präsident Laurentino Cortizo ein entsprechendes Dekret. Die Fläche des Schutzgebiets Banco Volcán in der Karibik werde auf knapp 94.000 Quadratkilometer erweitert. Dadurch sollen künftig mehr als 54 Prozent der panamaischen ausschließlichen Wirtschaftszone unter Schutz stehen im Vergleich zu den derzeitigen 30 Prozent.

Führende Politiker waren am Donnerstag zum Gipfel "Our Ocean" zusammengekommen, um über die vielfältigen Bedrohungen für die Weltmeere zu diskutieren. Bei der zweitägigen Konferenz wird die Ausweitung von Meeresschutzgebieten, die Verringerung von Stressfaktoren für die Ozeane und die Sicherstellung einer nachhaltigen "blauen Wirtschaft" besprochen - das Pendant zu einer grünen Wirtschaft in Bezug auf die Meere.

Bis Freitag wollen die Vertreter von Regierungen, Privatsektor, Organisationen und Zivilgesellschaft aus 70 Ländern Kompromisse zum Schutz der Ozeane erzielen. Die Konferenz wurde zum ersten Mal 2014 auf Initiative der US-Regierung abgehalten.

Quelle: Agenturen