APA - Austria Presse Agentur

Klima-Appell von Van der Bellen zum Earth Day

21. Apr 2021 · Lesedauer 2 min

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat anlässlich des internationalen Earth Day am 22. April einen eindringlichen Appell an die Staatengemeinschaft gerichtet, rasche und mutige Schritte zur Bekämpfung der Klimakrise einzuleiten. "Während die Welt von der Corona-Pandemie in Atem gehalten wird, hat die Klimakrise keine Pause gemacht", sagte er in einer Aussendung. Auch UNO-Generalsekretär Antonio Guterres sah den Planet "an einem Wendepunkt".

Laut einem aktuellen Bericht der Weltwetterorganisation (WMO) war 2020 eines der drei heißesten jemals gemessenen Jahre. Die klimaschädlichen Emissionen steigen, unsere Erde erhitzt sich weiter und das Zeitfenster für wirksame Gegenmaßnahmen wird immer kleiner.

"Die bisher angekündigten Maßnahmen der internationalen Staatengemeinschaft reichen nicht aus, um die Erderhitzung auf ein verträgliches Maß zu begrenzen. Wenn jetzt nicht rasch gehandelt wird, werden katastrophale Auswirkungen auf alle Lebensbereiche und in allen Weltregionen nicht mehr zu verhindern sein. Niemand will, dass unsere Gletscher völlig verschwinden, Unwetter, Überschwemmungen, Hitzewellen und Dürren zunehmen, landwirtschaftliche Erträge geringer werden und unsere Lebensqualität sinkt. Alle Staaten müssen daher deutlich nachbessern, auch Österreich", mahnte der Bundespräsident.

Zuversichtlich stimmten Van der Bellen aber die jüngsten Entwicklungen: "Die USA und China, die gemeinsam für die Hälfte aller derzeitigen Emissionen verantwortlich sind, anerkennen mittlerweile die Dringlichkeit der Klimakrise und handeln gemeinsam. Ermutigend ist auch der von US-Präsident Joe Biden für 22. und 23. April angesetzte virtuelle Klimagipfel, bei dem unter anderem die Staaten mit dem höchsten CO2-Ausstoß teilnehmen sollen", so der Bundespräsident.

"Ich begrüße die Initiative von US-Präsident Biden ausdrücklich und wünsche dem 'Leaders Summit on Climate' einen vollen Erfolg. Ich erwarte mir ein klares Bekenntnis vor allem von den USA, China, Indien, Russland, Brasilien und natürlich der EU, ihre Emissionen rasch und deutlich zu senken. Noch haben wir es in der Hand, gegenzusteuern", appellierte der Bundespräsident.

Auch der UN-Generalsekretär nutzte den bevorstehenden Earth Day für einen Appell: "Wir müssen unseren Krieg gegen die Natur beenden und sie wieder gesund pflegen. Das bedeutet mutige Klimamaßnahmen, um den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen und an die kommenden Veränderungen anzupassen. Es bedeutet stärkere Schritte zum Schutz der Artenvielfalt. Und es bedeutet, die Umweltverschmutzung durch den Aufbau von Kreislaufwirtschaften zu reduzieren, die die Abfallmenge verringern", so Guterres.

Quelle: Agenturen