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Kitzbühel: Rückkehr der Weißwurstparty in Vor-Corona-Modus

Die unendliche Weißwurstgeschichte hat am Freitag nach zwei Jahren Party-Lockdown ihre Fortsetzung gefunden. Die 30. Weißwurstparty beim Stanglwirt in Going im Rahmen der Hahnenkammrennen sorgte nicht für genüsslich-kollektives Weißwurstzuzeln, sondern auch für die Rückkehr des bis 2020 ganz normalen, medialen und gesellschaftlichen Ausnahmezustandes. Die Zügel dabei hielt vor allem wieder eine Person virtuos in der Hand: Weißwurstpartykönig Arnold Schwarzenegger.

Der Veranstalter hatte zwar an sich abermals bestens vorgesorgt: Bereits zum zweiten Mal nach 2020 wollte man dafür Sorge tragen, dass nicht sämtliche Dämme brechen und die Medienvertreter ihrer Arbeit im Ausnahmezustand besser nachkommen können. So bot man abermals vorab einen roten Teppich, eher eine rote Stiege, in deren Umfeld der mediale Wissensdurst schon gestillt werden sollte, bevor sich die Umgebung des begehrten Weißwurstkessels in einen regelrechten Hexenkessel verwandelt.

Das gelang aber nur bedingt. Doch vor dem hereinbrechenden Kessel-Wahnsinn beschritten die Promis brav ebenjenen ausgelegten Teppich und standen dort ausgiebig Rede und Antwort. Dennoch führte dieser Weg unweigerlich in Richtung Kessel und Würste, als schließlich zahllose Handy- und Fernsehkameras um die besten Plätze rangen und sich einen Wettstreit um die besten Bilder lieferten. Das dadurch verursachte Blitzlichtgewitter schien die "Steirische Eiche" nicht im geringsten zu stören.

Zünftig mit Trachtenjanker adjustiert, von Freundin Heather Milligan und Tochter Christina flankiert, setzte er sein bewährtes Breitband-Lächeln auf und gab sich ausgiebig dem Posieren hin. Umringt wurde er dabei am Kessel beispielsweise von Andreas Gabalier, DJ Ötzi oder Model Barbara Meier. Dass Hausherr Balthasar Hauser nicht weit war, lag in der Natur der Stanglwirt-Sache.

Zuvor hatte es zur hochoffiziellen Eröffnung pünktlich um 20.00 Uhr Fanfaren gegeben, bis Mirjam Weichselbraun, die auch als Moderatorin des Abends fungierte, erste Worte an die Weißwurst-Begeisterten richtete. Sie erinnerte daran, dass die Weißwurstparty, die heuer ihr 30. Jubiläum feiert, einst als kleiner Stammtisch von acht Personen begann. Davon war man 2023 wahrlich weit entfernt: Für 2.800 Gäste ging es vorrangig um die Wurst. "Es freut mich, dass es wieder rund geht", sagte dazu Balthasar Hauser im Anschluss. Die Weißwürste aus dem Hausen Holnburger seien schließlich "die besten Weißwürste der Welt".

Mit Superlativen geizte auch Schwarzenegger nicht, der altbewährt zum Stangwirt-Lob anhob: "Es ist die beste Weißwurstparty der Welt", sagte er, der Stanglwirt dabei "das beste Hotel mit dem besten Essen und dem besten Service". "Balthasar, you are the greatest", schloss der Ex-Gouverneur von Kalifornien.

Die Promi-Riege, die zuvor auch den Red Carpet beschritten hatten, war bunt gemischt, mit einem bundesdeutschen Einschlag. Da waren etwa: Barbara Meier mit ihrem Mann Klemens Hallmann, die Popsänger Sasha und Oli P, die Frontmänner von "The Boss Hoss", das Let ́s-Dance-Jurymitglied Motsi Mabuse, Arnie-Buddy Ralf Moeller, DJ Ötzi oder die Radio-Astrologin Gerda Rogers.

ribbon Zusammenfassung
  • Die unendliche Weißwurstgeschichte hat am Freitag nach zwei Jahren Party-Lockdown ihre Fortsetzung gefunden.
  • Die 30. Weißwurstparty beim Stanglwirt in Going im Rahmen der Hahnenkammrennen sorgte nicht für genüsslich-kollektives Weißwurstzuzeln, sondern auch für die Rückkehr des bis 2020 ganz normalen, medialen und gesellschaftlichen Ausnahmezustandes.
  • "Es freut mich, dass es wieder rund geht", sagte dazu Balthasar Hauser im Anschluss.