APA/APA/HANS KLAUS TECHT/HANS KLAUS TECHT

Kitzbühel: Corona ade, "Arnie" olé

22. Jan. 2023 · Lesedauer 4 min

Aus und für heuer vorbei: Kitzbühel, das sich nach zwei Corona-Jahren in den letzten Tagen wieder in den "Snowciety"-Normalzustand begeben hatte, muss die Society-Partytiger schon wieder ziehen lassen. Zuvor wurden aber unzählige Weißwürste gezuzelt, zahllose medienwirksame Posen bei diversen "Red Carpets" eingenommen und gefeiert als gäbe es kein Morgen. Arnold Schwarzenegger nahm wieder bereitwillig die ihm schon angestammte Rolle als "Society-König" ein.

Dem "Terminator" und Ex-Gouverneur von Kalifornien hatte man im Umfeld der 83. Hahnenkammrennen ab Donnerstag wahrlich nicht entrinnen können, selbst wenn man es für den unwahrscheinlichen Fall gewollt hätte. An diesem Tag bat die "Steirische Eiche" für die gute Sache, für den Klimaschutz, zur Kasse, riss am darauffolgenden Freitag die Weißwurstparty mit launigen Ansprachen und seiner einnehmenden Präsenz an sich oder zeigte sich bei der Streif-Abfahrt am Samstag mitsamt Freundin Heather Milligan und Tochter Christina. Auch auf der "KitzRaceParty", die er 2020 hatte sausen lassen, ließ er sich in derselben Konstellation blicken.

Der Beginn der Schwarzenegger-Society-Dominanz in diesem Kitz-Jahr lässt sich wie gesagt leicht festlegen. Die Klima-Charity-Auktion im "Stanglwirt", zu der er für seine "Schwarzenegger Climate Initiative" lud, zog erstmals zahlreiche Promis an. Bereitwillig ersteigerten ebenjene etwa ein Bild seines Kumpels und Hobbymalers Sylvester Stallone, Kunstwerke von Hermann Nitsch und Gottfried Helnwein oder eine exakte Replik seiner Jacke aus "Terminator 2".

Diese riss sich ein Promi unter den Nagel, der an den Kitz-Tagen ebenfalls sehr oft auf den roten Teppichen der Stadt und Umgebung zu sehen war: Andreas Gabalier. Neben diesem standen am Donnerstag auch andere Promis Gewehr bei Fuß und spülten insgesamt 1,2 Millionen Euro in die Klima-Tasche: Model Barbara Meier, Schwarzenegger-Buddy Ralf Moeller, Moderatorin Mirjam Weichselbraun mitsamt Schwester, Lindsey Vonn, die Frontmänner der Band "The BossHoss" oder Schauspieler Hannes Jaenicke.

Am Freitag waren schließlich die meisten Blitzlichter wieder auf die "Weißwurstparty" beim Goinger Stanglwirt gerichtet, diesmal in ihrer 30. Auflage. Die Promis abseits Schwarzeneggers hatten Mühe, sich neben dem Steirer-Man zu behaupten, die da unter anderem waren: Abermals Barbara Meier mit ihrem Mann Klemens Hallmann, die Popsänger Sasha und Oli P, das Let ́s-Dance-Jurymitglied Motsi Mabuse, Arnie-Buddy Ralf Moeller, Schlagersängerin Melissa Naschenweng, DJ Ötzi, Ex-Skistar Stephan Eberharter oder die Radio-Astrologin Gerda Rogers.

Am Samstag gab es schließlich ein Schwarzenegger-Novum: Er schritt nicht, wie sonst üblich, schon deutlich vor der Streif-Abfahrt vom nahe "Rasmushof" in Richtung Ehrentribüne, sondern verspätete sich und nahm erst dann seinen bis dahin vakanten Ehrenplatz ein. Dort waren zu diesem Zeitpunkt bereits die üblichen Kitz-Promis aufgefädelt, angereichert etwa durch den österreichischen Unternehmer und Investor Florian Gschwandtner, Immobilienunternehmer René Benko oder den deutschen Fußball-Weltmeister Sami Khedira.

Im Anschluss an das Rennen fuhren Promis wie etwa Gabalier oder DJ Ötzi bei der "KitzCharityTrophy" 200.000 Euro für den guten Zweck, nämlich in Not geratene Tiroler und Südtiroler Bergbauernfamilien, ein. Ihr Beitrag dazu: Sie wedelten mit unterschiedlichen Techniken das Zielgelände der Streif hinunter.

Am Abend war schließlich Schwarzenegger wieder im Society-Modus. Bei der "KitzRaceParty" in Harti Weirathers "VIP-Tempel" sah sich der Hollywoodstar von einer eher dünneren Promi-Schar umgeben. Ex-Skigrößen wie Rainer Schönfelder, Hannes Reichelt, Aksel Lund Svindal, Franz Klammer und Werner Grissmann gaben sich die Schaulauf-Klinke in die Hand. Weiters beschritten Benko und seine Frau Nathalie den Teppich und gaben sich posierfreudig. Auch ORF-Generaldirektor Roland Weißmann folgte beispielsweise dem Ruf Weirathers.

Außerdem marschierten Moderatorin Victoria und ihre Model-Schwester Paulina Swarovski auf. Und last but not least: Auch Ex-Finanzminister und Wahl-Kitzbüheler Karl-Heinz Grasser und seine Ehefrau Fiona ließen sich die "KitzRaceParty" nicht entgehen. Musikalisch bekam man bei ebenjener Party DJ Ötzi und die französische Band "Chico & the Gypsies" zu hören. Auch die traditionelle Ehrung des Streif-Abfahrtsiegers, Aleksander Aamodt Kilde, ging dort über die Bühne.

Als Ausklang intensiver Society- und Sporttage präsentierte sich am Sonntag schließlich der Slalom am Ganslernhang. Den ersten Slalom-Durchgang schwänzte die Promi-Riege fast geschlossen - womöglich ein Tribut an die vorangegangene Partynacht. Doch beim zweiten Durchgang waren sie "back": "Arnie" kam mit Freundin Heather, Hallmann ohne Model-Frau Meier und Gabalier mit seiner erst am Donnerstag bei der "Klima-Auktion" ersteigerten "Terminator"-Lederjacke. Auch seine Kollegin Naschenweng war wieder mit dabei.

Auch die Politik ließ sich die Gamsstadt nicht entgehen: Am Donnerstag wurde beispielsweise in der "Goldenen Gams" der Kitzbühel-Empfang des Landes Tirol mit Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) und der Landesregierung begangen. Mattle fand sich auch bei den Rennen ein und auch Landeshauptmannstellvertreter Georg Dornauer (SPÖ) sah sich mehr als nur ein eines der Sporteignisse an. Zugegen bei den Kitz-Rennen waren zudem unter anderem Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig, Verteidigungsministerin Klaudia Tanner, Europa- und Kanzleramtsministerin Karoline Edtstadler sowie Staatssekretär Florian Tursky (alle ÖVP).

Quelle: Agenturen