Kategorie-5-Zyklon "Narelle" vor Queensland
Das habe es in der Region seit mehr als 100 Jahren nicht mehr gegeben, betonte der Premierminister von Queensland, David Crisafulli. Derzeit erreiche der Sturm über dem Meer Windgeschwindigkeiten von 205 km/h und Böen von 285 km/h in seinem Zentrum, berichtete der Wetterdienst Weatherzone.
Besonders betroffen dürfte die Region zwischen dem Küstenort Lockhart River und der Landzunge Cape Melville auf der Halbinsel Cape York sein. Neben extremen Winden wird vor allem mit heftigen Regenfällen und Sturzfluten gerechnet. Allerdings ist das Gebiet nicht sehr dicht besiedelt.
Die Regionalregierung warnte auch vor möglichen Strom- und Kommunikationsausfällen sowie abgeschnittenen Verkehrswegen. Die Bewohner müssten sich auf längere Ausfälle einstellen, "denn ein System dieser Größenordnung wird die Netze auf die Probe stellen, daran besteht kein Zweifel", sagte Crisafulli.
Auch Northern Territory bereitet sich vor
Schulen wurden geschlossen, Einsatzkräfte verstärkt und Bewohner in besonders gefährdeten Gebieten zur Evakuierung oder zum Aufsuchen sicherer Unterkünfte aufgerufen. Auch das benachbarte Northern Territory bereitet sich bereits auf Auswirkungen des Sturms am Wochenende vor.
Erst im vergangenen Jahr hatte das tropische Sturmtief "Alfred" in Teilen von Queensland und New South Wales schwere Überschwemmungen verursacht. Viele Menschen wurden von den Wassermassen eingeschlossen und mussten auf Hilfe warten. Hunderttausende Haushalte und Geschäfte waren zeitweise ohne Strom.
Zusammenfassung
- Der Zyklon 'Narelle' hat sich vor der Küste Queenslands auf die höchste Kategorie 5 verstärkt und soll am Freitagfrüh mit Böen von über 250 km/h auf Land treffen.
- Die Region zwischen Lockhart River und Cape Melville auf der Halbinsel Cape York wird besonders betroffen sein, wobei aktuell Windgeschwindigkeiten von 205 km/h und Spitzenböen von 285 km/h gemessen werden.
- Behörden warnen vor extremen Winden, heftigen Regenfällen, Stromausfällen und raten zur Evakuierung, während auch das benachbarte Northern Territory mit Auswirkungen am Wochenende rechnet.
