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Prozess

Kärntner Babysitter stellte Missbrauchsvideos ins Darknet

Heute, 11:19 · Lesedauer 2 min

Ein Kärntner Babysitter muss sich am Donnerstag wegen schweren Kindesmissbrauchs vor dem Landesgericht Klagenfurt verantworten.

In der Anklage ist von drei betroffenen Kindern die Rede. Der Mann soll von seinen Taten auch Videos angefertigt haben - und diese haben schließlich zu seiner Ausforschung geführt, bestätigte Gerichtssprecher Christian Liebhauser-Karl am Mittwoch auf APA-Anfrage einen entsprechenden Bericht der "Kronen Zeitung".

Missbrauchsvideos ins Darknet gestellt

Konkret werden dem Mann neben - zum Teil schweren - sexuellen Missbrauch von Unmündigen auch der Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses und die Herstellung bildlich sexualbezogenen Kindesmissbrauchsmaterials vorgeworfen. Die Taten sollen sich im Bezirk Klagenfurt-Land ereignet haben. Die Staatsanwaltschaft hat beantragt, dass der Mann zusätzlich in einem forensisch-therapeutischen Zentrum untergebracht wird. Demnach sei er bei seinen Taten zwar zurechnungsfähig gewesen, allerdings sei zu befürchten, dass er weitere derartige Taten begehen werde.

Dass man dem Mann auf die Schliche gekommen war, war Hinweisen von australischen Cyber-Experten zu verdanken: Diese hatten nämlich die im Darknet aufgetauchten Videos der Missbrauchstaten analysiert - unter Einsatz von Künstlicher Intelligenz und einer Gesichtserkennungssoftware gelang es, die Identität von einem der Kinder festzustellen.

Das Schöffenverfahren unter dem Vorsitz von Richter Gernot Kugi beginnt am Donnerstag um 13.00 Uhr. Bereits am selben Nachmittag könnte es ein Urteil geben.

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  • Notrufnummer für Gehörlose und Hörbehinderte: 0800 133 133
  • Rat auf Draht - Beratung für Kinder und Jugendliche: 147 sowie Online-Beratung
  • Kindernotruf: 0800 567 567
  • Online-Beratungsstelle für Frauen und Mädchen bei sexueller und anderer Gewalt: HelpCh@t 
  • Frauen- und Mädchen-Beratungsstellen in den Bundesländern: Beratung und Unterstützung bei sexualisierter Gewalt
  • Kinder und Jugendanwaltschaften in Österreich: www.kija.at
Zusammenfassung
  • Ein Kärntner Babysitter steht ab Donnerstag wegen schweren sexuellen Missbrauchs von drei Kindern und der Herstellung von Missbrauchsvideos vor dem Landesgericht Klagenfurt.
  • Die Ermittlungen begannen nach Hinweisen australischer Cyber-Experten, die Videos im Darknet entdeckten und mithilfe von Künstlicher Intelligenz sowie Gesichtserkennung eines der Opfer identifizierten.
  • Die Staatsanwaltschaft beantragt neben der Anklage auch die Unterbringung des Mannes in einem forensisch-therapeutischen Zentrum, da Wiederholungsgefahr besteht und ein Urteil bereits am Donnerstagnachmittag erwartet wird.