APA - Austria Presse Agentur

Juwelier an Kopf- und Oberkörperverletzungen gestorben

15. Okt 2020 · Lesedauer 2 min

Nach der Bluttat Mittwochnachmittag in einem Juweliergeschäft in Wien-Landstraße sucht die Polizei fieberhaft nach Spuren. Der 74-jährige Geschäftsinhaber ist nach einer Attacke gegen den Hals und den Oberkörper gestorben. Tatwaffe war vermutlich ein Messer. Eine Obduktion soll Klarheit bringen, wurde jedoch am Donnerstag noch nicht abgeschlossen, sagte Polizeisprecher Marco Jammer zur APA.

Durch den Abgleich mit einem Ausweisbild geht die Polizei davon aus, dass es sich bei dem Opfer um den 74-jährigen Besitzer des kleinen Schmuckgeschäftes in der Landstraßer Hauptstraße handelt. Bestätigt wird das noch durch einen Abgleich der DNA im Zuge der Obduktion. Dabei soll auch geklärt werden, ob der 74-Jährige auch andere Verletzungen erlitten hat als Stich- und Schnittverletzungen an Kopf und Oberkörper. Eine Tatwaffe wurde vorerst nicht gefunden.

Die Spurensicherung war auch am Donnerstag am Tatort und versuchte, den Tathergang zu rekonstruieren. Die Frage ist, ob der Juwelier im Zuge eines Raubes getötet wurde oder ob es sich um einen Racheakt gehandelt hat. Ob etwas in dem Geschäft fehlt, war am Vormittag noch unklar. Die Polizei ermittelt zunächst wegen des Verdachts des Mordes.

Bisher haben die Ermittler keine Zeugen des unmittelbaren Tatgeschehens ausfindig machen können, was angesichts der belebten Landstraßer Hauptstraße und des nahen Bahnhofes Wien-Mitte verwunderlich ist. Der Mann dürfte sich noch vom Inneren der Geschäftsräumlichkeiten Richtung Eingang geschleppt haben. Am Eingang brach er zusammen, wo er gegen 16.00 Uhr von Passanten entdeckt wurde, die Polizei und Rettung alarmierten. Die Einsatzkräfte versuchten noch, den Mann mit einem Defibrillator wiederzubeleben, was aber nicht gelang. Er dürfte nicht mehr zu Bewusstsein gekommen sein. Die Polizei bittet nun Zeugen, sich im Wiener Landeskriminalamt unter der Telefonnummer 01/31310/DW33800 zu melden.

Quelle: Agenturen