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Journalismus-Legende Hugo Portisch ist tot

01. Apr 2021 · Lesedauer 1 min

Einer der bedeutendsten Journalisten Österreichs, Hugo Portisch, ist gestorben.

Der Journalist Hugo Portisch ist tot. Der ORF bestätigte eine diesbezügliche Meldung des "Kurier", dessen Chefredakteur Portisch lange Zeit war. Vielen Österreichern galt Portisch als der Vermittler österreichischer Zeitgeschichte schlechthin. In die Annalen der Medienpolitik hat er sich als Initiator des Rundfunk-Volksbegehrens eingetragen. Nun starb er im Alter von 94 Jahren.

Der breiten Öffentlichkeit wurde Portisch als Chef-Kommentator des ORF-Fernsehens bekannt. Wie kein Zweiter beherrschte er die Kunst, komplizierte Sachverhalte in einfachen Worten zu erklären und Wissen mit hoher Kompetenz, aber ohne erhobenen Zeigefinger zu vermitteln.

1955 holte ihn Hans Dichand, damals Chefredakteur, als Stellvertreter in den neugegründeten "Kurier". Nach Dichands Abgang aus der damals größten Tageszeitung wurde Portisch 1958 Chefredakteur. 1967 wechselte er als Chefkommentator in den ORF - und wurde eines der Aushängeschilder der Bacher'schen Informationsoffensive.

Dort erklärte er den Fernsehzuschauern jahrzehntelang auch komplexe Zusammenhänge aus Politik und Zeitgeschichte. Besonders mit seinen Fernsehserien "Österreich I" und "Österreich II" wurde er zur Inkarnation eines kollektiven österreichischen Geschichtsbewusstseins.

Zuletzt war Portisch als Teil der Impfkampagne der Bundesregierung in einem TV-Spot zu sehen.

Quelle: Agenturen / Redaktion / APA/hos