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Depp-Prozess: Amber Heard schuldet versprochene Spenden

29. Apr. 2022 · Lesedauer 2 min

Sieben Millionen Dollar bekam Amber Heard (36) bei ihrer Scheidung von Johnny Depp (58) zugesprochen. Sie versprach, die Summe zu spenden. Sie selbst soll laut einer Spendenorganisation aber erst 350.000 der versprochenen 3,5 Millionen überwiesen haben, Ex-Elon Musk und Johnny Depp sollen weiteres Geld beigesteuert haben.

Im Zivilprozess zwischen den Ex-Ehelauten Amber Heard und Johnny Depp wird aktuell im US-Bundesstaat Virginia wieder zum Gaudium der internationalen Zuhörerschaft wieder schmutzige Wäsche gewaschen. Bevor das Gericht am Donnerstag ins Wochenende ging, sagte Terence Dougherty von der Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union (ACLU) aus. Seiner Organisation ist nach der Scheidung 2016 von Amber Heard die Hälfte des Geldes, das sie von Johnny Depp zugesprochen bekam, versprochen worden. 

Je eine Hälfte der sieben Millionen sollte an die ACLU gehen, die andere an ein Kinderkrankenhaus in Los Angeles. Von den versprochenen 3,5 Millionen Dollar seien direkt von der Schauspielerin erst 350.000 Dollar eingegangen, sagte Dougherty in einer im Dezember aufgezeichneten Videobefragung.

Halbe Million von Elon Musk

Insgesamt flossen 1,3 Millionen. 350.000 von Heard, 500.000 von einem Fonds, 100.000 von Johnny Depp und 350.000 gingen anonym ein. Der größte Brocken, der vom Fonds überwiesen wurde, konnte von der ACLU Tech-Milliardär Elon Musk zugeordnet werden. Mit ihm war Heard nach der Trennung von Depp kurz zusammen. 

Nachdem die Zahlungen ausblieben, habe sie erfahren, so Dougherty, dass Heard "finanzielle Probleme" habe. 

Der Prozess wird am Montag fortgesetzt. PULS 24 zeigt an Prozesstagen von Montag bis Donnerstag jeden Tag einen Livestream der Verhandlung. Kommende Woche wird die Aussage von Amber Heard selbst erwartet, nachdem Johnny Depp bereits vergangenen Woche aussagte. 

2016 hatte die Schauspielerin nach nur 15 Monaten Ehe die Scheidung von Depp eingereicht. Sie warf dem "Fluch der Karibik"-Star häusliche Gewalt vor.

Depp streitet Schläge ab

Depp hatte im Zeugenstand unter Eid erklärt, Heard niemals geschlagen zu haben. In seiner Zivilklage hält er seiner Ex-Frau vor, in einem 2018 von der "Washington Post" veröffentlichten Kommentar zum Thema häusliche Gewalt falsche Aussagen gemacht zu haben. Dies habe seinem Ruf geschadet. Depp wird in dem Artikel nicht namentlich erwähnt. Wegen Verleumdung klagt er auf rund 50 Millionen Dollar (gut 45 Millionen Euro) Schadenersatz. Der am 12. April begonnene Prozess soll mehrere Wochen dauern.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam