APA - Austria Presse Agentur

Jeder Fünfte Verstorbene im November hatte Coronavirus

10. Dez 2020 · Lesedauer 2 min

Im November war mehr als ein Fünftel der in Österreich Verstorbenen mit dem Coronavirus infiziert. Das zeigen von der APA ausgewertete Daten der Statistik Austria und der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES).

Demnach sind in den vier Wochen vom 2. bis 29. November 9.131 Personen gestorben, davon 2.065 mit einer Covid-19-Infektion. Das entspricht 22,6 Prozent und ist deutlich mehr als am Höhepunkt der ersten Infektionswelle Ende März/Anfang April.

Zum Vergleich: In den vier Wochen vom 23. März bis zum 19. April sind in Österreich insgesamt 7.090 Menschen gestorben, davon 499 mit einer bekannten Covid-19-Infektion (sieben Prozent). Angesichts der aktuell hohen Sterbefallzahlen weist das Europäische Mortalitätsmonitoring Euromomo für Österreich beginnend mit 9. November eine "sehr hohe Übersterblichkeit" aus. Es sterben also deutlich mehr Menschen, als um diese Jahreszeit üblich.

Um die Hälfte mehr Todesfälle Ende November

Allein in der letzten Novemberwoche (vom 23. bis 29. November) zählte die Statistik Austria 2.445 Verstorbene. Das ist um über die Hälfte mehr als im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Ein Viertel der Verstorbenen - 629 Personen - starb laut AGES mit einer bekannten Covid-19-Infektion.

Bestatter zu zweiter Welle: "Wir haben 50 bis 60 Prozent mehr Sterbefälle"

Alexander Burtscher von der Bestattung Benu in Wien, erklärt im Gespräch mit PULS 24 Reporterin Nadja Buchmüller, wie sich die deutlich gestiegene Sterblichkeit in der zweiten Corona-Welle auf sein Unternehmen auswirkt.

Somit sind vom 23. bis 29. November neuerlich so viele Personen in einer einzigen Kalenderwoche verstorben wie seit 1978 nicht mehr. Etwas nach unten korrigiert hat die Statistik Austria am Donnerstag die Todesfallzahlen der Woche vom 16. bis 22. November (von 2.431 auf 2.407). Die Differenz rührt daher, dass die Statistik Austria in der jeweils aktuellen Woche einige Todesfälle zuschätzen muss, weil noch nicht alle Standesämter ihre Daten eingemeldet haben. Wenn alle Meldungen vorliegen, werden die Zahlen (nach oben oder in diesem Fall nach unten) korrigiert.

Quelle: Agenturen