APA - Austria Presse Agentur

Internationale Interpol-Operation: Drei Schlepper in Österreich gefasst

26. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

Interpol organisierte mit 47 Staaten eine Operation gegen Schlepperkriminalität. Auch Österreich war mit an Bord.

Weltweit wurden insgesamt 4.000 "illegale Migranten" aus 74 Ländern identifiziert, 286 Verdächtige festgenommen und 430 Opfer von Menschenhandel gerettet. In Österreich wurden "drei Schlepper festgenommen und 174 illegal eingereiste Personen aufgegriffen", hieß es in einer Aussendung des österreichischen Bundeskriminalamts.

Koordinierte Aktion in Europa, Asien, Afrika und Amerika

"Schlepper nutzen das Leid der Menschen, um damit Geschäfte zu machen. Wir haben es hier mit organisierter Kriminalität zu tun, die mit voller Kraft bekämpft werden muss", kommentierte Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) die von Interpol in Europa, Asien, Afrika und Amerika organisierte Operation "Liberterra", die von 5. bis 8. Juli stattfand.

Vor allem im Burgenland, der Steiermark und Tirol wurde verstärkt an den Grenzen mit Unterstützung des Zolls und des Österreichischen Bundesheeres kontrolliert. Röntgenfahrzeuge und Drohnen kamen zum Einsatz, um den Schwerverkehr, wie Lastwägen, Container, Güterzüge oder internationale Reisebusse zu überprüfen, teilte das Innenministerium mit.

Dabei wurden "illegal eingereiste Personen" aus Syrien (79), Afghanistan (56), Bangladesch (19), Marokko (6), Tunesien, Sri Lanka, Algerien und Ägypten (jeweils 2) sowie sonstige Nationalitäten (6) aufgegriffen. Außerdem wurde am Grenzübergang Spielfeld ein nigerianischer Staatsangehöriger, der von Slowenien einreiste, der Dokumentenfälschung überführt. Er wies sich mit gefälschten italienischen Dokumenten aus.
 

Quelle: Agenturen / lam