APA/APA/dpa/Markus Scholz

Innsbrucker Gynäkologen raten Schwangeren zur Impfung

06. Dez. 2021 · Lesedauer 2 min

Nachdem in den vergangenen zwei Wochen fünf "kritisch an Covid erkrankte, schwangere Frauen" an der Innsbrucker Klinik behandelt werden mussten, hat die Frauenklinik Schwangeren, bei Kinderwunsch und während der Stillzeit dringend zur Impfung geraten.

"Eine Covid-Infektion bei Schwangeren bringt deutlich erhöhte Risiken für Mutter und Kind mit sich", berichtete Oberärztin Alexandra Ciresa-König am Montag. Konkret benannte die Ärztin "das Risiko der Atemnot mit schlechterer Sauerstoffversorgung aufgrund einer Lungenentzündung, das Risiko eine Behandlung auf der Intensivstation zu benötigen und das Risiko einer Fehlgeburt".

Die mRNA-Impfstoffe bezeichnete sie indes als "unbedenklich. Sowohl bei Kinderwunsch, als auch in der Schwangerschaft oder Stillzeit". Sie verwies auf 200.000 Schwangere, die bereits eine Impfung erhalten haben und wissenschaftlich begleitet und mit ungeimpften Schwangeren verglichen wurden.

Es finde sich kein Unterschied in der Zahl der Schwangerschaftskomplikationen oder der Gesundheit der Kinder. Die Innsbrucker Frauenklinik empfehle daher ab der 14. Schwangerschaftswoche eine Impfung, "sowohl die Grundimmunisierung als auch eine Drittimpfung".

Gynäkologin riet auch auf PULS 24 zur Impfung

Bereits beim PULS 24 Corona-Bürgerforum hatte Gynäkologin Petra Kohlberger betont, dass die Corona-Impfung für Frauen, Schwangere und stillende Mütter sicher sei. Schwangere seien darüber hinaus besonders gefährdet, einen schweren Verlauf zu haben, warnte sie.

Gynäkologin Petra Kohlberger erklärt im Gespräch mit PULS 4 Moderator Max Mayerhofer, warum sich die Corona-Impfung keinesfalls negativ auf die Fruchtbarkeit auswirkt, dass die Gefahr eines schweren Corona-Verlaufs bei Schwangeren besonders hoch ist.

Quelle: Agenturen / Redaktion / hos