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Initiative "Wir Alle" ärgert sich und ruft zum Impfen auf

17. Jan. 2022 · Lesedauer 2 min

Die ursprünglich von Wissenschaftern gestartete Bürgerinitiative "Wir Alle" tritt für eine Erhöhung der Corona-Impfrate und eine Versachlichung der Pandemie-Debatte ein.

Auf der neuen Website http://www.wiralle.at machen die Proponenten der Initiative in Statements ihrem Ärger u.a. über Verschwörungstheorien und "die oft undurchsichtige Corona-Politik der Bundesregierung" Luft. Sie rufen aber auch zum Impfen auf. Zudem gibt es dort Videos und Links zur Covid-Diskussion.

Mitte Dezember haben die vier Wissenschafter Renée Schroeder, Ruth Wodak, Hannes Werthner und Herbert Weltler einen Appell veröffentlicht, dass in der Corona-Debatte "die Mehrheit - klug, solidarisch und geimpft - nicht länger schweigen" solle.

Daraus hat sich die "Initiative besorgter BürgerInnen - Wir Alle" entwickelt, der sich weitere Proponentinnen und Proponenten, etwa der Impfexperte Herwig Kollaritsch oder die Journalistin Susanne Scholl angeschlossen haben. Mehr als 2.000 Personen haben bisher die Initiative auf dem Portal "change.org" mit ihrer Unterschrift unterstützt.

Verständnis für Ärger, aber Aufruf zum Impfen

In zehn neuen Statements wird nun Verständnis über den Ärger vieler Bürger über die Situation geäußert, gleichzeitig aber zum Impfen aufgerufen. Geärgert wird sich dabei etwa "über Versprechen und Ankündigungen der Regierung, die nicht eingehalten werden", darüber, dass Ärzte kaum noch Zeit haben, ausführlich mit den Patienten zu sprechen, oder dass zu wenig erklärt werde und daher vieles unverständlich bleibe, aber auch über "unsinnige Verschwörungstheorien" oder "Wurmmittel-Behandlungsversuche". Und bei allen Statements heißt es dann: "Wir Alle ärgern uns auch. Und Wir Alle lassen uns impfen".

Eine inhaltlich entgegengesetzte Initiative mit von mehreren bekannten Persönlichkeiten, darunter Schauspieler wie Nina Proll und Roland Düringer, macht aktuell gegen die Corona-Impfpflicht mobil.

Quelle: Agenturen / hos