Infektiologin Hollenstein erklärt das Problem mit Antikörpertests

14. Okt 2021 · Lesedauer 1 min

Infektiologin Ursula Hollenstein spricht auf PULS 24 darüber, für welche Bevölkerungsgruppen eine dritter Impfstich am wichtigsten ist und was das Problem bei Antikörpertests ist.

Mit Antikörpertests kann die Menge von Antikörpern im Blut nachgewiesen werden. Damit lässt sich auch die Immunisierung bzw. ein Nachlassen der Wirksamkeit der Impfung feststellen - zumindest theoretisch.

Denn obwohl viele Impfskeptiker immer wieder auf freie Antikörpertests statt Impf- oder Testpflicht pochen, gibt es dabei ein Problem, wie die Infektiologin Ursula Hollenstein im PULS 24 Interview zu Auffrischungsimpfungen erklärt.

"Es steht zwar eine Zahl auf dem Papier, aber wo da wirklich die Grenze für klinischen Schutz vor Erkrankung versus 'nicht mehr geschützt' ist, das ist nach wie vor nicht definiert", so Hollenstein im Gespräch mit PULS 24 Anchorwoman Bianca Ambros. Man könne "ein Gespür dafür" bekommen, was ein hoher, mittlerer oder niedriger Antikörperwert ist.

Aber ab welchem Wert man definitiv geschützt sei, lasse sich so nicht festlegen. Der Antikörperwert tauge daher nicht als Richtwert für Immunisierung bzw. Schutz vor Erkrankung.

Stephan HoferQuelle: Redaktion / hos