APA - Austria Presse Agentur

Impfstoff-Kombination von AstraZeneca und BioNTech hochwirksam

18. Mai 2021 · Lesedauer 2 min

Österreich lässt wie viele andere EU-Staaten Impfungen mit AstraZeneca auslaufen. Doch AstraZeneca-Geimpfte müssen sich nicht um den dritten Impfstich sorgen. Eine neue Studie zeigt, dass Mischimpfung sehr wirksam ist.

Im PULS 24 Bürgerforum gab Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein am Montag bekannt, dass in Österreich nach Anfang Juni keine Erstimpfungen mit AstraZeneca durchgeführt werden. Welche Impfstoffe für einen wahrscheinlich notwendigen dritten Impfstich gegen Mutationen verwendet werden, ist aktuell noch nicht geklärt.

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Das werde vom Nationalen Impfgremium geprüft. Eine Studie aus Spanien verheißt aber Gutes: Eine Covid-19-Impfung mit AstraZeneca gefolgt mit dem Impfstoff von BioNTech/Pfizer ist nach Studiendaten aus Spanien sicher und hochwirksam. Das Antikörperniveau war demnach bei der zweiten Dosis mit dem BioNTech-Impfstoff zwischen 30 und 40 Mal höher als bei einer Kontrollgruppe, die nur eine Dosis AstraZeneca erhielt. Zudem steigt die Wirksamkeit offenbar durch die Kombination der beiden Vakzine.

Das Niveau neutralisierender Antikörper stieg nach der BioNTech-Dosis um mehr als das Siebenfache, deutlich mehr als die nach einer zweiten AstraZeneca-Dosis beobachtet Verdoppelung, wie aus den am Dienstag veröffentlichten vorläufigen Ergebnissen der Combivacs-Studie des spanischen Gesundheitsinstituts Carlos III hervorgeht.

Wegen eines erhöhten Thromboserisikos nach einer AstraZeneca-Impfung wird in vielen Ländern für bestimmte Personengruppen eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff wie von der Mainzer Firma BioNTech und ihrem US-Partner Pfizer oder vom US-Konzern Moderna empfohlen. Bisher gab es aber noch keine Daten zur Wirksamkeit dieser Kombination.

Häufiger leichte Nebenwirkungen

In der vergangenen Woche hatte die Universität Oxford erste Studienergebnisse veröffentlicht, wonach Menschen, die zwei unterschiedliche Covid-19-Impfstoffe erhalten, häufiger über leichte oder mittelschwere Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Schüttelfrost berichten, als wenn ihnen zwei Dosen des gleichen Mittels verabreicht wurden.

Aus der spanischen Studie berichteten nur 1,7 Prozent der Teilnehmer schwere Nebenwirkungen, die sich auf Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und allgemeines Unwohlsein beschränkten. "Das sind keine Symptome, die als schwerwiegend angesehen werden können", sagte Magdalena Campins, eine der Studienleiterinnen. An der Untersuchung nahmen gut 679 Freiwillige im Alter von 18 bis 59 Jahren teil, die als Erstimpfung AstraZenca bekamen. Knapp 450 davon erhielten als zweite Dosis BioNTech.

Quelle: Agenturen / Redaktion / APA/hos