APA - Austria Presse Agentur

Impfaktion für Über-80-Jährige in OÖ und Tirol gestartet

19. Jan 2021 · Lesedauer 2 min

Der Start der Corona-Impfungen der Über-80-Jährigen, die nicht ihn Heimen leben, ist laut Krisenstab am Dienstag in Oberösterreich reibungslos erfolgt. Von den 18 Bezirken haben zwölf mit der Aktion begonnen. 1.530 Senioren hatten sich angemeldet. Diese Woche sollen in allen Bezirken insgesamt 7.200 Schutzimpfungen erfolgen. Auch in Tirol ist die Aktion in acht Gemeinden gestartet.

Bis Ende Jänner wird damit gerechnet, dass in Oberösterreich 22.000 von den insgesamt 80.000 Über-80-Jährigen eine erste Dosis erhalten haben. Die Rückmeldungen von den Teststationen waren offenbar durchweg positiv. Alles sei sehr diszipliniert abgelaufen. Es sei auch zu keinen längeren Wartezeiten gekommen, hieß es weiter vom Krisenstab. All jene, die für die ersten Impfungen keinen Termin erhalten haben, können sich auf der Homepage www.ooe-impft.at registrieren. Dadurch erhielten sie zeitgerecht Informationen, wann eine Terminanmeldung für eine Schutzimpfung wieder möglich ist. Das Land Oberösterreich sei in dieser Frage von weiteren Impflieferungen durch den Bund abhängig.

In acht Tiroler Gemeinden (Hochfilzen, Pettneu, Kaunertal, Jochberg, Tristach, Polling, Flaurling und Eben am Achensee) sind ebenfalls die Über-80-Jährigen geimpft worden. Dies teilte das Land am Dienstag in einer Aussendung mit. Die Immunisierungen in den Alters- und Pflegeheimen seien indes bereits weitestgehend abgeschlossen. Ausschlaggebend für die Impfung der Über-80-Jährigen werde künftig die Sieben-Tages-Inzidenz in den Gemeinden sein, hieß es.

"Dort, wo es mehr Coronainfektionen und dadurch eine höhere Ansteckungsgefahr gibt, benötigt es dringend einen Schutz der vulnerablen Bevölkerungsgruppe", erklärte LH Günther Platter (ÖVP) und LHStv. Ingrid Felipe (Grüne) unisono. Die Covid-Stationen in den Krankenhäusern sollen in Kürze weitere Impfdosen erhalten. Bis Ende der Woche soll zudem die Impfwilligkeit der Über-80-Jährigen in allen weiteren Gemeinden erhoben werden.

Kommende Woche sollen voraussichtlich auch je 300 Impfstoffdosen an Rettungsdienstmitarbeiter, den Sozialsprengel und die Behindertenhilfe ergehen. 400 Impfdosen sind für niedergelassene Ärzte sowie Zahnärzte vorgesehen. Auch sogenannte "Impf-Überlinge" - beispielsweise aufgrund der jüngsten Möglichkeit von sechs anstelle von fünf Dosen bei Biontec/Pfizer - sollen an diese Personengruppe verimpft werden.

Quelle: Agenturen