APA - Austria Presse Agentur

Große regionale Wetterunterschiede im Juli

30. Juli 2021 · Lesedauer 2 min

Das Wetter im Juli zeigt große regionale Unterschiede auf. Zwischen sommerlicher Hitze und verheerenden Unwettern lagen oftmals nur wenige Kilometer.

Der Juli 2021 zählt in Österreich zu den 15 wärmsten Julis der Messgeschichte. "Es gab aber große regionale Unterschiede", sagte Klimatologe Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Während einige Ortschaften im Juli von Gewittern geplagt wurden, gab es in Kärnten, Südsteiermark und dem Südburgenland "wenig Niederschlag und wenig Unwetter". Auch bei der Hitze war das Land geteilt. Während Vorarlberg und Tirol "kaum Hitzetage" hatten, gab es im Osten und Südosten Anfang Juli sogar "überdurchschnittliche Temperaturen", erklärt der Meteorologe.

In den letzten Tagen des Julis geht es "unbeständig" weiter. Vor allem im Westen bzw. Südwesten des Landes werden Gewitter erwartet, sagt  Orlik. Eine Beruhigung des Wetters wird in der nächsten Woche erwartet, sagt er im PULS 24 Interview.

Alexander Orlik, Meteorologe bei der ZAMG, spricht mit PULS 24 über das Wetter im Juli.

Mancher Orts drittwärmster Juli der Messgeschichte

Die großen regionalen Unterschiede innerhalb Österreichs im Juli zeigten sich auch in der langfristigen Einordnung sehr deutlich. "Im Gebiet von Unterkärnten über die West- und Oststeiermark bis zum Südburgenland war es der drittwärmste Juli der Messgeschichte, in Vorarlberg und Nordtirol nur Platz 50", so der ZAMG-Klimatologe. Die tiefste Temperatur unter 1.000 Meter Seehöhe wurde mit 5,0 Grad am 1. Juli in Rauris gemessen. Genau eine Woche später registrierte die ZAMG die höchste Temperatur des bisherigen Jahres: 37,5 Grad am 8. Juli Bad Deutsch-Altenburg.

Anfang Juli plagten den Osten von Österreich eine Hitzewelle und Dürre.

Unwetter mit Überschwemmungen

Im Flächenmittel fiel in Österreich, verglichen mit dem klimatologischen Mittel, um 25 Prozent mehr Niederschlag. Damit war der Juli 2021 der niederschlagsreichste seit dem Jahr 2016. Die größten Anomalien gab es mit plus 75 bis plus 225 Prozent im Rheintal sowie in Ober- und Niederösterreich südlich der Donau von der Traun bis zur Traisen. In Tirol, Salzburg, Niederösterreich und Oberösterreich kam es zu Hochwasser-Situationen.

In Salzburg, Tirol und Oberösterreich kam es zu beträchtlichen Schäden durch die Unwetter.

Es gab auch einige Starkregenereignisse, die zu extremen Regenmengen führten. In Kufstein fielen am 17. und 18. Juli 163 mm Regen. Das ist für diese Wetterstation ein neuer 48-Stunden-Niederschlagsrekord. An der Station Wien-Hohe Warte kam es am 17. Juli zwischen 19.00 und 22.00 Uhr zu einem extremen Starkregen. Binnen drei Stunden summierte sich hier rund 80 mm Niederschlag. Das ist für diesen Zeitraum ebenfalls ein neuer Stationsrekord.

Quelle: Redaktion / pea