Getötete 13-Jährige: Verdächtiger ist vorbestraft

28. Juni 2021 · Lesedauer 2 min

Nachdem am Samstag in Wien-Donaustadt ein erst 13 Jahre altes Mädchen erstickt aufgefunden wurde, wurden am Montag zwei Tatverdächtige festgenommen.

Nach dem Fund der Leiche eines 13-jährigen Mädchens in der Erzherzog-Karl-Straße in Wien Donaustadt hat die Polizei am Montagabend zwei Männer festgenommen. Die beiden afghanischen Staatsbürger, 16 und 18 Jahre alt, werden verdächtigt, das Mädchen getötet zu haben. Die Polizei kam durch Zeugenaussagen auf die Spur der Männer.

Unklar, ob Opfer die Männer kannte

Ob die 13-Jährige die beiden Männer gekannt hatte, war aber noch nicht klar. "Das wird noch ermittelt", sagte Polizeisprecherin Barbara Gass gegenüber der APA. Auch ob es Hinweise auf ein Sexualdelikt gibt, war noch offen. Die Verdächtigen wurden bisher noch nicht zu der Tat befragt. Sie sollen am Dienstag einvernommen werden.

Das Mädchen wurde am Samstagmorgen auf einer Grünfläche zwischen Fahrbahnen in Wien-Donaustadt gefunden. Ihre Eltern waren am Sonntag in eine Polizeiinspektion in Niederösterreich gekommen und hatten angegeben, dass es sich dabei um ihre Tochter handelt, sagte Polizeisprecher Markus Dittrich. Zuvor war bei der Obduktion herausgekommen, dass die Jugendliche erstickt worden war.

Polizei-Pressesprecher Markus Dietrich im PULS 24 Interview

Fundort nicht der Tatort

Die Tote dürfte aus Tulln stammen, wie am Montag bekannt wurde. Die Grünfläche in der Donaustadt dürfte zudem nicht der Tatort gewesen sein. Die Polizei geht von einem Innenraum als Tatort - also einem Haus oder einer Wohnung -  aus, wie Markus Dittrich gegenüber PULS 24 sagte. Laut "Heute" sicherte die Polizei ein Überwachungsvideo einer nahen Apotheke und hofft, dadurch mehr Details zum Tathergang zu erfahren.

Passanten hatten das Mädchen am Samstagmorgen an einen Baum neben der Viktor-Kaplan-Straße in Wien-Donaustadt gelehnt entdeckt. Reanimationsversuche durch Passanten und Rettungskräfte blieben erfolglos. Der Körper der jungen Frau wies mehrere Hämatome auf, die Polizei ging schnell von einer Gewalttat aus.

Die "Kronen Zeitung" berichtet, dass einer der beiden Verdächtigen bereits wegen Drogen- und Gewaltdelikten bereits in Haft war. Auch der andere Verdächtige soll der Polizei wegern einschlägiger Delikte bekannt sein. Eine Abschiebung sei wegen langer Verfahren nicht erfolgt sein. Die 13-Jährige könnte unter Drogen gesetzt worden sein. 

Quelle: Agenturen / lam