Gestohlenes Vermögen von Ursula Andress wurde ermittelt
Ihren Ursprung hatten die Ermittlungen in der Schweiz, wo Andress eine fortschreitende Verringerung ihres Vermögens gemeldet hatte, das sie Treuhändern anvertraut hatte. "Mir geht es derzeit sehr schlecht", sagte sie im Jänner gegenüber dem "Blick". Beim Kanton Waadt hatte Andress Strafanzeige erstattet. Sie beschuldigt ihren einstigen Vermögensverwalter, ihr 18 Millionen Franken (19,67 Mio. Euro) gestohlen zu haben.
Die Schweizer Behörden stellten undurchsichtige und ausgeklügelte Transaktionen fest, die darauf abzielten, die Rückverfolgbarkeit des Geldes zu behindern. Die Ermittlungen ermöglichten es, den "Weg" von rund 18 Millionen Franken nachzuvollziehen, die anschließend in ausländische Unternehmen, Immobilienkäufe und wertvolle Kunstwerke reinvestiert wurden.
Italien wurde in die Angelegenheit einbezogen, als sich bedeutende Verbindungen zur Provinz Florenz abzeichneten. Dort wurden elf Immobilien und 14 Grundstücke, darunter Weinberge und Olivenhaine, sowie Kunstwerke und weitere finanzielle Mittel identifiziert. All das wird als Ergebnis von Geldwäsche angesehen.
Die Bezirksdirektion zur Bekämpfung der Mafia der Staatsanwaltschaft Florenz hat nun laut Adnkronos gemeinsam mit der Finanzpolizei Vermögenswerte, Kunstwerke und Finanzmittel im Wert von rund 20 Millionen Euro beschlagnahmen lassen. Der Anklage zufolge stehen diese Vermögenswerte im Zusammenhang mit der illegalen Verwaltung des Vermögens von Ursula Andress.
Andress, die in Ostermundigen aufwuchs und heute zurückgezogen in Rom lebt, wurde 1962 als erstes Bond-Girl an der Seite von 007-Darsteller Sean Connery berühmt. Die Szene mit ihr im weißen Bikini ist in die Filmgeschichte eingegangen. Kürzlich feierte sie ihren 90. Geburtstag.
Zusammenfassung
- Das gestohlene Vermögen der 90-jährigen Schauspielerin Ursula Andress, das von ihrem verstorbenen Vermögensverwalter veruntreut wurde, konnte nach internationalen Ermittlungen aufgespürt werden.
- Die Schweizer Behörden entdeckten komplexe Geldwäsche-Transaktionen, bei denen rund 18 Millionen Franken (19,67 Mio. Euro) über ausländische Unternehmen, Immobilien und Kunstwerke verschoben wurden.
- In Italien wurden elf Immobilien, 14 Grundstücke sowie Kunstwerke und Finanzmittel im Wert von rund 20 Millionen Euro beschlagnahmt, die im Zusammenhang mit der illegalen Verwaltung des Andress-Vermögens stehen.
