APA - Austria Presse Agentur

Gedenken an die Erdbebenopfer von Amatrice fünf Jahre danach

24. Aug 2021 · Lesedauer 2 min

Mit einer Mahnwache und einer Gedenkzeremonie hat die Kleinstadt Amatrice in der Nacht auf Dienstag der Erdbebenkatastrophe vor fünf Jahren gedacht. In der Gegend in Mittelitalien starben am 24. August 2016 insgesamt 299 Menschen, davon 249 allein in Amatrice. Um exakt 3.36 Uhr, zu dieser Zeit hatte damals die Erde gebebt, läuteten in Amatrice die Glocken. Dabei wurden die Namen der Todesopfer verlesen.

Für jedes Opfer gab es einen Glockenschlag. Der nächtliche Fackelzug, der bis 2019 am Jahrestag des Erdbebens stattgefunden hatte, wurde wie 2020 wegen der Coronavirus-Epidemie mit einer nächtlichen Mahnwache in einem Sportzentrum ersetzt.

Am Dienstagvormittag zelebriert der Bischof der mittelitalienischen Stadt Rieti eine Messe im Beisein von Premier Mario Draghi, der einen Kranz vor einem Monument im Andenken an die Opfer niederlegen wird. Der 24. August ist ein Trauertag in Amatrice, die Geschäfte sind geschlossen.

Am 24. August 2016 begann in der mittelitalienischen Region eine Erdbebenserie, die ganze Ortschaften verwüstete. Zehntausende Menschen wurden obdachlos. Die Schäden der Naturkatastrophe wurden mit 23 Milliarden Euro beziffert. Das italienische Institut für Geologie und Vulkanologie (INGV) bezeichnete das Erdbeben von Amatrice als das verheerendste der vergangenen 100 Jahre im Land.

Erst jetzt beginnt der eigentliche Aufbau. Viele Häuser sind noch in Trümmern. Für die Menschen, die sich entschieden haben, in dem Ort zu bleiben, gibt es viele Schwierigkeiten. Mehrere Häuser sind noch zerstört, außerdem fehlt ein echtes Krankenhaus.

138 Gemeinden sind in Mittelitalien insgesamt bei den drei Erdbeben zerstört worden, die Italien am 24. August 2016, am 30. Oktober 2016 und am 18. Jänner 2017 erschüttert haben. Betroffen waren 600.000 Personen. Italien wird immer wieder von Erdbeben heimgesucht.

Quelle: Agenturen