Geburtenabteilung in der Wiener Klinik Hietzing schließt
Geburtenabteilungen wird es somit künftig an den WIGEV-Standorten Ottakring, Landstraße, Favoriten, Donaustadt und Floridsdorf geben. Dort würden dafür ausreichend Kapazitäten und eingespielte Teams bereitstehen, wurde versichert. In der Praxis bedeute dies die Verlagerung von insgesamt fünf Geburten pro Tag, hieß es.
2026 soll sich noch nichts ändern, wie Christoph Wohlmuth, der Projektleiter und Vorstand der gynäkologisch-geburtshilflichen Abteilung in der Klinik Ottakring, betonte: "Noch bis Anfang 2027 können Geburten wie gewohnt in der Klinik Hietzing stattfinden. Die Geburtshilfe ist bis zum Transfer voll ausgestattet und bietet wie bisher umfassende Betreuung von Schwangerschaften und Entbindungen ab der vollendeten 36. Schwangerschaftswoche."
Bereits jetzt würden Neugeborene mit besonderem Behandlungsbedarf von der Klinik Hietzing in die Klinik Ottakring transferiert, gab man zu bedenken. Mit der Bündelung der Geburten und der Versorgung von Babys und Angehörigen entstehe ein noch enger verzahntes, medizinisch optimal abgestimmtes Angebot, das Familien von Beginn an bestmöglich unterstütze.
Neuausrichtung der Gynäkologie Hietzing
Die Gynäkologie der Klinik Hietzing wird sich laut WIGEV im Zuge der Neuausrichtung künftig noch stärker auf spezialisierte Bereiche konzentrieren. Wolfgang Huf, der ärztliche Direktor der Klinik Hietzing, erläuterte: "Die Gynäkologie der Klinik Hietzing richtet sich neu aus und fokussiert sich künftig auf Brustgesundheit, Krebs- und Hormonerkrankungen. Diese Spezialisierung ermöglicht eine noch tiefere Expertise und moderne Behandlungspfade, die sich präzise an den Bedürfnissen unserer Patientinnen orientieren."
Der Schritt erfolge auch vor dem Hintergrund sinkender bzw. stagnierender Geburtenzahlen, wurde versichert. Österreich verzeichne seit fünf Jahren ein Geburtendefizit, auch Wien bewege sich auf stabilem Niveau. Mit 18.926 Lebendgeborenen 2024 liege man etwa nur knapp über dem Wert von 2021.
Zusammenfassung
- Die Geburtenabteilung der Wiener Klinik Hietzing wird 2027 geschlossen und Geburten künftig an fünf andere WIGEV-Standorte mit Neonatologie verlagert.
- Bis Anfang 2027 können weiterhin Geburten in Hietzing stattfinden, bevor täglich rund fünf Geburten auf andere Kliniken verteilt werden.
- Die Gynäkologie in Hietzing spezialisiert sich künftig auf Brustgesundheit, Krebs- und Hormonerkrankungen, während die Schließung auch mit stagnierenden Geburtenzahlen begründet wird (2024: 18.926 Lebendgeborene in Wien).
