APA - Austria Presse Agentur

Fünf Tote bei erneutem Angriff auf Totenwache in Mexiko

18. Sept 2020 · Lesedauer 2 min

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen hat es in Mexiko einen tödlichen Angriff auf Teilnehmer einer Trauerfeier gegeben. Bewaffnete erschossen demnach am Donnerstag fünf Frauen und verletzten vier weitere Menschen, teilten mexikanische Medien unter Berufung auf die örtliche Polizei mit. Unterdessen wurde ein US-Amerikaner an der Grenze mit rund 13.000 großkalibrigen Patronen erwischt.

Es handelte sich demnach um eine Totenwache in einem Wohnhaus in der zentralmexikanischen Stadt Celaya für einen Mann, der zwei Tage zuvor im selben Haus getötet worden war. Polizisten erschossen den Angaben nach einen der Angreifer und nahmen drei weitere fest. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar. In der Nacht auf 2. September waren bei einem ähnlichen Angriff auf eine Totenwache in einer Wohnung in der Stadt Cuernavaca, ebenfalls in Zentralmexiko, neun Menschen getötet und mehr als zehn verletzt worden.

Unterdessen wurde ein US-Amerikaner in Mexiko mit rund 13.000 großkalibrigen Patronen erwischt. Der Mann hatte nach seiner Einreise aus dem Nachbarland einer Grenzkontrolle in der nordwestmexikanischen Stadt Nogales auszuweichen versucht und dabei einen Unfall gebaut, teilte die mexikanische Nationalgarde mit. In seinem Kofferraum wurden demnach 13 Kartons mit den Patronen entdeckt. Er wurde festgenommen.

In der ersten Jahreshälfte 2020 wurden in Mexiko, das knapp 130 Millionen Einwohner hat, in der offiziellen Statistik 98,8 Mordopfer pro Tag gezählt - noch etwas mehr als im vergangenen Jahr. Die Gewalt in dem nordamerikanischen Land geht zu einem großen Teil auf das Konto von Kartellen und Banden, die oft Verbindungen zu Sicherheitskräften haben. Viele der Waffen, die sie verwenden, stammen aus den USA. Die meisten Verbrechen werden in Mexiko nie aufgeklärt, geschweige denn geahndet.

Quelle: Agenturen