APA - Austria Presse Agentur

Freundin erwürgt - Weitere Anklage zu Frauenmord eingebracht

12. Aug 2021 · Lesedauer 2 min

Die Staatsanwaltschaft Wien hat Anklage zu einem weiteren mutmaßlichen Frauenmord erhoben. Am 24. August muss sich ein 29-Jähriger vor einem Schwurgericht verantworten, weil er in der Nacht auf den 23. Februar 2021 seine Freundin in Favoriten erwürgt haben soll. Die 28-Jährige hatte sich nur wenige Stunden zuvor in Spitalsbehandlung begeben, nachdem der alkoholisierte und wegen Gewaltdelikten vorbestrafte Mann sie gewürgt und mit einem Schuh verletzt hatte.

Nach diesem Übergriff hatte die Frau - eine gebürtige Polin - die Rettung und die Polizei alarmiert. Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei versuchte in weiterer Folge ihren Freund ausfindig zu machen, um gegen ihn ein Betretungs- und Annäherungsverbot auszusprechen. Der 29-Jährige wurde nicht gefunden, er dürfte mehrere Lokale aufgesucht haben.

Die Frau kehrte unterdessen in die Wohnung unweit von der Triester Straße zurück, nachdem sie ihre Verletzungen behandeln hatte lassen, und auch ihr Partner kam schließlich nach Hause. In weiterer Folge entwickelte sich ein Streit, den der 29-Jährige mit bloßen Händen und einem Messer, mit dem er der Frau in den Bauch stach, beendete.

Das Gewaltverbrechen hatte sich angekündigt. Die eigene Mutter, die später im Ermittlungsverfahren als Zeugin vernommen wurde, bezeichnete den Mann als Gewalttäter. Sie erinnerte sich, wie dieser in der Jugend selbstgezüchtete Ratten geschächtet, zerstückelt und teilweise verzehrt hatte.

2019 hatte die später Getötete ihren Partner wegen fortgesetzter Gewaltausübung angezeigt. Schon kurz nach Aufnahme der Beziehung soll der Mann damit begonnen haben, seine Freundin zu schlagen. Im Dezember 2019 wurde ihr Partner allerdings freigesprochen - seine Freundin widerrief vor Gericht ihre belastenden Angaben und tat diese als inhaltlich unrichtig ab. Sie wurde für ihre ursprünglichen Feststellungen wegen falscher Zeugenaussage zur Verantwortung gezogen und im Vorjahr sogar verurteilt.

Quelle: Agenturen