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Frauenhasser Tate festgenommen: Greta Thunberg spottet

30. Dez. 2022 · Lesedauer 3 min

Nach einem Twitter-Streit zwischen Greta Thunberg und dem Ex-Kickboxer Andrew Tate wurde der Macho in Rumänien festgenommen. Ein Zusammenhang besteht zwar nicht, Thunberg macht sich dennoch lustig.

Zwei Tage nachdem er gegenüber Klimaaktivistin Greta Thunberg auf Twitter den Auto-Macho raushängen ließ, ist der frühere Kickbox-Profi Andrew Tate am Donnerstag in Rumänien festgenommen worden. Die Justiz wirft ihm Menschenhandel, Vergewaltigung und Bandenkriminalität vor. Thunberg spottet nun: "Das passiert, wenn man seine Pizzakartons nicht recycelt". Ein Zusammenhang dürfte es aber nicht wirklich geben.

Frauen zur Prostitution gezwungen

Ebenfalls festgenommen wurden jedenfalls Tates Bruder und zwei Rumänen, nachdem die für Organisiertes Verbrechen zuständige Sondereinheit der rumänischen Staatsanwaltschaft, DIICOT, in Bukarest und Umgebung fünf Hausdurchsuchungen durchgeführt hatte. Die vier Verdächtigen sollen seit Beginn des Jahres 2021 Menschenhandel in Rumänien und auch in den USA und Großbritannien betrieben und Frauen zur Prostitution gezwungen haben.

Die bisher sechs nachgewiesenen Opfer seien nach der sogenannten Loverboy-Methode rekrutiert worden, heißt es in einer Mitteilung von DIICOT. Sie seien mit Versprechen auf Liebe und Heirat angelockt worden. Danach habe man die Frauen und Mädchen mit Gewalt und Einschüchterung in verschiedenen Wohnungen in der Umgebung von Bukarest festgehalten. Dort seien sie zum Sex und zu Auftritten in pornografischen Videos gezwungen worden, die dann in sozialen Medien verbreitet worden seien. Eines der Opfer sei zudem zwei Mal von einem der Festgenommenen vergewaltigt worden.

Davor hatte sich Tate in einem Video, das er auf sozialen Netzwerken teilte, über die Umweltaktivistin Greta Thunberg ausgelassen: In rotem Boxermantel und mit einer Zigarre in der Hand beschimpfte er Thunberg, nachdem diese einen Protz-Tweet Tates eiskalt "geburnt" hatte. Tate hatte sich darin direkt an die Klimaaktivistin gewandt, um mit seinen Benzinfressern zu prahlen.

Pizzakarton gab eher keinen Hinweis

Mit Blick auf Medienberichte, wonach ein rumänischer Pizzakarton, der in einem Video zu sehen war, einen Hinweis auf den Aufenthaltsort Tates gegeben habe, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft DIICOT auf dpa-Anfrage aber: "Das sind amüsante Spekulationen." Thunberg legte bei Twitter dennoch noch mal nach und schrieb am Freitag: "Das passiert, wenn man seine Pizzakartons nicht recycelt." Innerhalb von Minuten wurde der Tweet Zehntausende Mal mit "Gefällt mir" gutgeheißen.

Begonnen hatte alles am Dienstag, nachdem Tate ein Foto gepostet hatte, das ihn beim Betanken eines Sportwagens gezeigt hat. "Hallo Greta Thunberg. Ich habe 33 Autos. Mein Bugatti hat einen w16 8.0L quad turbo. Meine ZWEI Ferrari 812 competizione haben 6.5L v12s. Das ist nur der Anfang. Bitte gib mir Deine E-Mail-Adresse, damit ich eine vollständige Liste meiner Autosammlung und ihrer jeweiligen enormen Emissionen schicken kann."

Die Klimaaktivistin konterte, indem sie ein bekanntes Klischee über Besitzer fetter Sportwagen bemühte. "ja, bitte erleuchte mich. schick mir ein e-mail an [email protected] ", twitterte Thunberg.

Tate war wegen frauenfeindlicher Kommentare und hasserfüllter Sprache in vielen sozialen Medien verbannt gewesen. So konnte er jahrelang auch nicht auf Twitter präsent sein. Aufgehoben wurde die Sperre vom neuen Twitter-Chef Elon Musk. Nach Tates Festnahme wurde dieser Schritt hämisch kommentiert. So schrieb eine Nutzerin ironisch, dass sie Musk retrospektiv Recht geben müsse, denn "die Twitter-Wiederzulassung von Andrew Tate war ein Beitrag zum Kampf gegen Menschenhandel".

Quelle: Agenturen / Redaktion / koa