Frauen besonders häufig von ME/CFS betroffen
Trotz wissenschaftlich eindeutiger Studienlage komme es regelmäßig vor, dass die Erkrankung besonders bei Frauen heruntergespielt und psychologisiert werde, beklagte sie. Aus ihrer Sicht werde die schwere Krankheit nicht so behandelt, wie es den körperlichen Ursachen entsprechen würde. Die Krankheit geht meist mit Symptomen wie starker Erschöpfung, Leistungsschwäche und Konzentrationsstörungen einher.
"Drei Viertel aller ME/CFS-Erkrankten sind weiblich - und wie die meisten Krankheiten, an denen überwiegend oder ausschließlich Frauen leiden, ist ME/CFS kaum erforscht", so Steinmüller. Die MUT-Initiative setzt sich für eine bessere Versorgung und eine soziale Absicherung für Betroffene ein.
Am Frauentag am kommenden Sonntag ruft deswegen ein breites Bündnis aus Organisationen und Aktivistinnen und Aktivisten zur Großdemonstration auf, die MUT-Initiative beteiligt sich ebenfalls. "Nur mit einer feministischen Gesundheits- und Sozialpolitik kann allen ME/CFS-Betroffenen strukturell geholfen werden. Daher ist es besonders wichtig, dass wir am 8. März ein starkes Zeichen setzen", sagte Christina Vanek von MUT (ME Unterstützung und Teilhabe).
Zusammenfassung
- Drei Viertel aller ME/CFS-Erkrankten sind Frauen, laut Studienlage sind 75 Prozent der Betroffenen weiblich.
- Die MUT-Initiative kritisiert, dass ME/CFS besonders bei Frauen häufig nicht ernst genommen und psychologisiert wird, obwohl wissenschaftliche Erkenntnisse die körperlichen Ursachen belegen.
- Am 8. März ruft ein breites Bündnis zur Großdemonstration auf, um für eine feministische Gesundheits- und Sozialpolitik sowie bessere Versorgung von ME/CFS-Betroffenen einzutreten.
