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Wien

14-Jährige tötet Frau auf Friedhof: Das ist über sie bekannt

Heute, 09:52 · Lesedauer 3 min

Jene 14-Jährige, die am Montagnachmittag auf dem Wiener Friedhof Baumgarten eine 64-Jährige erstochen haben soll, lebte seit November 2025 in einer sozialpsychiatrischen WG.

Zuvor hatte die Mutter der Frau die Obsorge an die Kinder- und Jugendhilfe abgegeben (MA 11). "Sie sagte, sie schaffe es zu Hause mit ihr nicht mehr und stimmte einer Betreuung in der WG zu", erzählte Sprecherin Ingrid Pöschmann von der MA 11. Das Mädchen sei jedoch polizeilich vorher nie aufgefallen.

"Das Thema bei ihr war ausschließlich eigengefährdendes Verhalten", sagte Pöschmann. Aufgrund dessen sei die Österreicherin auch mehrmals in psychiatrischer Behandlung gewesen und habe auch Medikamente einnehmen müssen. 

"Die Kinder in dieser Wohngemeinschaft haben alle psychiatrische Diagnosen", so die Sprecherin. Gerade dort gebe es jedoch eine besonders engmaschige Betreuung.

1:1-Betreuung in Wohngemeinschaft

Gerade in jener auf vier Plätze ausgelegten WG gebe es jedoch eine besonders engmaschige Betreuung. "Es sind täglich vier Erwachsene im Dienst", erklärte die Sprecherin. 

Das Personal arbeite in engem Austausch mit dem Psychosozialen Dienst der Stadt Wien und den Kinder- und Jugendpsychiatrien zusammen. Eine psychiatrische Tagesklinik sei eng an die WG angebunden.

Die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stünden noch unter Schock. "Ein Psychologe ist derzeit vor Ort und betreut die Kinder und das Personal", erklärte Pöschmann. "Natürlich müssen das alle erst einmal verarbeiten."

64-Jährige mit Schnitt- und Stichverletzungen entdeckt

Eine 64-Jährige war am Montagnachmittag gegen 17.30 Uhr mit massiven Schnitt- und Stichverletzungen von einer Passantin leblos bei dem Friedhof im Bereich der Waidhausenstraße in Wien-Penzing entdeckt worden. 

Eine Reanimation durch einen Notarzt scheiterte. Schnell ergaben sich Hinweise auf ein Gewaltverbrechen. Die Exekutive schickte daraufhin ein Großaufgebot an Kräften an den Fundort und sperrte die Eingänge des Friedhofs ab.

Rasch geriet die 14-Jährige ins Visier der Polizei. Wie Polizeisprecher Philipp Haßlinger am Montagabend der APA gesagt hatte, sei die Polizei durch ihr Verhalten auf die minderjährige Wienerin aufmerksam geworden. Zeugen sei das Mädchen auf der Straße aufgefallen.

Sie wurde schließlich an ihrer Wohnadresse, jener WG unweit des Friedhofs, von der Polizei als dringend tatverdächtig festgenommen. Vor Ort stellten die Ermittler ein Taschenmesser als mutmaßliche Tatwaffe sowie Kleidung sicher. "Darauf fanden sich auch Blutspuren", erklärte Haßlinger am Dienstag auf erneute APA-Nachfrage. Der Einsatz der Polizei hatte sich am Montag bis in die späten Abendstunden gezogen.

Opfer und Verdächtige kannten sich nicht

Die Teenagerin wurde von den Kriminalisten bereits befragt. Sie gestand inzwischen die Tat. Zum Motiv steht jedoch weiter nichts fest. "Sie hat keine Angaben dazu gemacht", sagte Haßlinger. Ob sie zum Zeitpunkt alkoholisiert war oder unter Drogen stand, sei derzeit Gegenstand der Ermittlungen, hieß es seitens der Landespolizeidirektion - genauso wie ihr psychischer Zustand zum Tatzeitpunkt.

Die Verdächtige und das Opfer sollen sich jedoch nicht gekannt haben. Die weitere Einvernahme der Jugendlichen war am Dienstagvormittag noch nicht abgeschlossen. Im Laufe des heutigen Tages findet die Obduktion der 64-jährigen Österreicherin statt.

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Zusammenfassung
  • Eine 14-Jährige, die seit November 2025 in einer sozialpsychiatrischen WG lebte, steht im Verdacht, am Montagnachmittag auf dem Wiener Friedhof Baumgarten eine 64-Jährige erstochen zu haben.
  • Das Mädchen war zuvor nie polizeilich auffällig, zeigte jedoch eigengefährdendes Verhalten und befand sich mehrfach in psychiatrischer Behandlung, wobei alle Kinder in der WG psychiatrische Diagnosen haben.
  • Die Jugendliche wurde unweit des Tatorts festgenommen, gestand die Tat, das Motiv ist jedoch weiterhin unklar, und sie befand sich am Dienstagvormittag noch in Polizeigewahrsam.