Französischer Ex-Beamter gibt Frauen harntreibendes Mittel
Dem ehemaligen Personalchef des Kulturministeriums würden das Verabreichen schädlicher Substanzen, Gewalt und Verletzung der Intimsphäre zur Last gelegt, erklärte die Staatsanwaltschaft. Ende vergangenen Jahres hatten mehrere Opfer sich beschwert, dass die Ermittlungen sich zu lange hinzogen.
Der frühere Personalchef steht im Verdacht, Frauen starke harntreibende Mittel eingeflößt zu haben. Die Ermittler fanden eine entsprechende Tabelle, in der er seine Opfer auflistete. Manche von ihnen hielten den Harndruck nicht aus und urinierten am Ende in seiner Gegenwart.
Der Beschuldigte räumte vor Ermittlern ein, dass er Frauen in seinem Büro "in demütigende Situationen gebracht" habe. Er wurde 2019 vom Ministerium entlassen.
Zusammenfassung
- Sechs Jahre nach Beginn der Ermittlungen gegen einen Ex-Beamten des französischen Kulturministeriums sind rund 250 Frauen als mutmaßliche Opfer registriert.
- Dem ehemaligen Personalchef wird vorgeworfen, Frauen heimlich starke harntreibende Mittel verabreicht und sie damit in "demütigende Situationen" gebracht zu haben.
- Die Staatsanwaltschaft in Paris ruft weitere Betroffene auf, sich zu melden, und bereitet einen Prozess vor.
