APA/APA/Forca Aerea Portuguesa/HANDOUT

Frachter mit rund 4.000 Autos im Atlantik brennt weiter

19. Feb. 2022 · Lesedauer 2 min

Der Brand auf einem riesigen mit Autos beladenen Frachter im Atlantik war am Samstag weiterhin außer Kontrolle. Das riesige Schiff "Felicity Ace" trieb mit rund 4.000 Autos der VW-Gruppe, zu der auch Porsche, Audi, Bentley und Lamborghini gehören, weiter brennend auf dem Ozean. Die portugiesische Luftwaffe hatte die 22 Mann Besatzung schon bald nach Ausbruch des Feuers am Mittwoch in Sicherheit gebracht.

Niederländische Bergungsexperten erkundeten bereits, wie das Feuer auf dem fast 200 Meter langen Schiff etwa 170 Kilometer südlich der zu Portugal gehörenden Azoren gelöscht werden könnte. Auf Bildern war zu sehen, dass sich das Feuer schon vom Bug bis zum Heck ausgebreitet hat. Durch die enorme Hitze im Inneren war sogar stellenweise die Bordwand oberhalb der Wasserlinie geschmolzen.

Der Hafenkapitän von Porto da Horta auf der dem Havaristen am nächsten gelegenen Azoren-Insel Faial, João Mendes Cabeças, sagte der Zeitung "Correio dos Açores" am Samstag, der Brand könne nicht mit Wasser gelöscht werden, weil das Schiff schon jetzt leichte Schlagseite habe und giftige Stoffe ins Meer gespült würden. Bei vielen der geladenen Autos handle es sich um Elektromodelle, deren Batterien das Löschen noch etwas komplizierter machten. Bis Mittwoch sollten drei Hochseeschlepper bei der "Felicity Ace" eintreffen.

VW bestätigte auf Anfrage, dass das Schiff Neuwagen der VW-Gruppe transportierte. Nicht bestätigen wollte ein Sprecher Medienberichte, dass es sich unter anderem um etwa 1.100 Porsche sowie einige Bentleys und viele Audis handelte.

Der Treibstofftank des Schiffs stellt ein erhebliches Risiko dar. Sollte der Treibstoff ins Meer gelangen, würde es eine Ölkatastrophe geben.

Quelle: Agenturen