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Flugzeugunglück in Südkorea auf Sparmaßnahmen zurückzuführen

10. März 2026 · Lesedauer 2 min

Mehr als ein Jahr nach dem schlimmsten Flugzeugunglück in der Geschichte Südkoreas hat der Rechnungshof des Landes eine schockierende Enthüllung gemacht: Die Betonmauer, gegen welche die Unglücksmaschine bei der Landung auf dem Flughafen von Muan gekracht war, wurde aus Spargründen errichtet. Bei dem Absturz Ende 2024 waren 179 der 181 Insassen getötet worden - nur eine Stewardess und ein Steward überlebten.

Die aus Thailand kommende Boeing 737-800 der südkoreanischen Billigfluggesellschaft Jeju Air schoss am 29. Dezember 2024 bei einer Bruchlandung am Flughafen Muan ohne ausgefahrenes Fahrwerk über die Landebahn hinaus, krachte gegen die Betonmauer und ging in Flammen auf.

Die dicke Betonmauer war dem Rechnungshof zufolge für Antennen für ein Landungs-Navigationssystem errichtet worden, weil der Flughafen ein Gefälle aufweist. Eigentlich aber hätte der Boden wegen des Gefälles ausgeglichen werden müssen. Statt die Oberfläche kostspielig einebnen zu lassen, entschied das Verkehrsministerium, das Navigationshilfesystem auf einer erhöhten Konstruktion zu installieren. Also wurde die Betonmauer errichtet - laut Rechnungshof "um Kosten zu reduzieren".

Laut einer von der Regierung in Auftrag gegebenen und Anfang Jänner veröffentlichten Simulation hätten alle Passagiere der Unglücksmaschine ohne die Existenz dieser Betonbarriere überlebt. Denn dann wäre die Maschine "etwa 770 Meter weit gerutscht, bevor sie zum Stehen gekommen wäre". Die Insassen wären vermutlich komplett ohne ernsthafte Verletzungen davongekommen, hieß es in dem Simulationsbericht.

Zusammenfassung
  • Beim schwersten Flugzeugunglück Südkoreas am 29. Dezember 2024 starben 179 von 181 Insassen, als eine Boeing 737-800 der Jeju Air bei der Landung in Muan gegen eine aus Spargründen errichtete Betonmauer prallte.
  • Der Rechnungshof enthüllte, dass das Verkehrsministerium die Betonmauer statt einer Geländeanpassung errichten ließ, um Kosten zu sparen, wodurch die Katastrophe maßgeblich begünstigt wurde.
  • Eine Regierungssimulation ergab, dass ohne die Betonbarriere alle Passagiere überlebt hätten, da die Maschine etwa 770 Meter weitergerutscht und vermutlich ohne ernsthafte Verletzungen zum Stillstand gekommen wäre.