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Fliegerbombe schlug bei Kloster mit 520 Geflüchteten, darunter 200 Kindern, ein

13. März 2022 · Lesedauer 2 min

Eine Attacke auf die ostukrainische Stadt Swjatohirsk traf auch die bedeutende Abtei der ukrainisch-orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats und 520 dorthin Geflüchtete, darunter 200 Kinder.

In das Kloster hatten sich 520 Menschen geflüchtet, darunter 200 Kinder. Es kam in der Nacht auf Sonntag zu mehreren Verletzten beim Luftangriff auf das Himmelfahrtskloster. Gegen 22 Uhr explodierte eine Fliegerbombe in der Nähe des Klostereingangs, etwa 50 Meter neben der Brücke über den Fluss Siwerskyj Donez.

Keine Militäreinheiten in der Stadt

Die Druckwelle zerstörte Fenster und Türen der bedeutenden Abtei der ukrainisch-orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats. Einige der Verwundeten wurden den Angaben zufolge ins Krankenhaus von Swjatohirsk gebracht, andere im Kloster behandelt. Das Kloster sprach von einem "Luftangriff auf das Swjatohirska Lawra". In der Stadt gebe es keine Militäreinheiten. "Der Schlag wurde einer friedlichen Stadt zugefügt", hieß es.

Ukrainische Medien sprachen von einer russischen Attacke. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen. Swjatohirsk liegt in der Region Donezk und steht unter der Kontrolle Kiews.

Himmelfahrtskloster 1526 erstmals erwähnt

Das imposante Kloster an einem bewaldeten Hügel am Stadtrand trägt den Ehrentitel "Lawra", wie insgesamt nur drei Klöster in der Ukraine. Lediglich zwei weitere in Russland haben diesen Titel. Das Himmelfahrtskloster von Swjatohirsk wurde erstmals 1526 erwähnt. Es ist damit eines der ältesten des Moskauer Patriarchats überhaupt.

Quelle: Agenturen / Redaktion / lam