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Fische in der Unteren Lobau sind laut Gutachten erstickt

Heute, 09:20 · Lesedauer 2 min

Gutachten der Veterinärmedizinischen Universität Wien und der Magistratsabteilung 49 (MA 49) zufolge sind rund 1.000 Fische im Jänner in der Unteren Lobau erstickt. Das berichtete zuerst die "Kronen Zeitung" am Freitag. Die Gründe dafür seien der niedrige Wasserstand, die lang anhaltende Eisdecke und die Freisetzung von Faulgasen gewesen, bestätigte die MA 49 der APA. Die Umweltschutzorganisation WWF fordert einmal mehr, mehr Wasser in das Gewässer zu leiten.

"Das sollte ein Weckruf für die Wiener Stadtregierung sein. Wenn sie nicht bald vom Reden ins Handeln kommt, werden tragische Massensterben künftig häufiger auftreten. Ohne Rettungspaket droht die Untere Lobau zu vertrocknen und völlig zu verschlammen", sagte Michael Stelzhammer vom WWF.

Zu den Maßnahmen des geforderten Rettungspakets zählt laut WWF vor allem, Wasser von der Oberen in die Untere Lobau weiterzuleiten, um die ausgetrockneten Flächen wiederzubeleben. Zudem brauche es gezielte Renaturierungsmaßnahmen. Demnach könnte die Untere Lobau an die Donau angebunden und das Flussbett mit Schotter aufgeschüttet werden, um den Wasserspiegel der Donau zu heben und so die Au-Gewässer im Nationalpark weiter mit Wasser zu versorgen.

Im Jänner machten Passantinnen und Passanten auf zahlreiche Fischkadaver im Schönauer Wasser aufmerksam. Daraufhin wurden die Gutachten in Auftrag gegeben.

Zusammenfassung
  • Rund 1.000 Fische sind laut Gutachten der Veterinärmedizinischen Universität Wien und der Magistratsabteilung 49 im Jänner in der Unteren Lobau durch niedrigen Wasserstand, lang anhaltende Eisdecke und Faulgase erstickt.
  • Die Umweltschutzorganisation WWF fordert angesichts des Massensterbens erneut, mehr Wasser aus der Oberen in die Untere Lobau zu leiten und gezielte Renaturierungsmaßnahmen umzusetzen.
  • "Ohne Rettungspaket droht die Untere Lobau zu vertrocknen und völlig zu verschlammen", warnt Michael Stelzhammer vom WWF und fordert rasches Handeln von der Wiener Stadtregierung.