APA/BFV SCHWAZ / TEAM ÖA MARCEL GALLER

Ferienhütte in Tirol in Vollbrand geraten

22. Jan. 2026 · Lesedauer 2 min

Eine Ferienhütte in Hart im Tiroler Zillertal (Bezirk Schwaz) ist am späten Mittwochabend in Vollbrand geraten und zerstört worden. Der 84-jährige deutsche Pächter war durch das Signal eines Brandmelders auf das Feuer aufmerksam geworden und konnte sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Fünf Feuerwehren aus Hart und umliegenden Gemeinden wurden den Flammen schließlich Herr. Die Brandursache war vorerst unklar und Gegenstand von Ermittlungen, berichtete die Polizei.

Der 84-Jährige befand sich in der Stube der Hütte, als es zu dem Brand kam. Im Gang nahm der Deutsche schließlich starken Rauch war, der aus dem Badezimmer zu kommen schien. Beim Öffnen der Badezimmertür schlugen dem 84-Jährigen Flammen entgegen. Er versuchte, diese mit einem Gartenschlauch zu löschen, was jedoch nicht gelang. Der Pächter flüchtete letztlich aus der Hütte.

Die Besitzerin, die in Sichtweite wohnt, hatte zwischenzeitlich bereits einen Notruf abgesetzt, hieß es. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stand die Hütte bereits in Vollbrand. Die Löscharbeiten gestalteten sich indes offenbar sehr schwierig: Laut dem Bezirksfeuerwehrverband Schwaz lag die Hütte rund 200 Meter unterhalb der Straße in steilem Gelände, weshalb der Zugang für die Einsatzkräfte erschwert war. Zudem sei die Zufahrt aufgrund der schmalen Straße nur eingeschränkt möglich gewesen.

Die Wasserversorgung muste über eine Relaisleitung mit mehreren Pumpen und Fahrzeugen sichergestellt werden. Das Löschwasser saugte man aus einem Bach, zudem wurde es aus dem örtlichen Hydrantennetz entnommen. Nach den ersten Löscharbeiten wurde die Hütte mit einem Bagger abgetragen und dann "kontrolliert abgelöscht", um verbliebene Glutnester zu beseitigen. Im Einsatz standen die Freiwilligen Feuerwehren Hart, Uderns, Schlitters, Bruck am Ziller und Fügen mit 150 Kräften und 19 Fahrzeugen.

Zusammenfassung
  • Eine Ferienhütte in Hart im Tiroler Zillertal ist am Mittwochabend vollständig ausgebrannt, nachdem der 84-jährige deutsche Pächter durch einen Brandmelder gewarnt wurde und sich rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte.
  • Fünf Feuerwehren aus Hart und umliegenden Gemeinden waren mit 150 Kräften und 19 Fahrzeugen im Einsatz, wobei die Löscharbeiten durch das steile Gelände und die schwierige Zufahrt erschwert wurden.
  • Die Brandursache ist noch unklar und wird von der Polizei ermittelt; das Löschwasser musste über eine Relaisleitung aus einem Bach und dem Hydrantennetz bereitgestellt werden.