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Falscher Polizist stößt 91-Jährige in Wien-Döbling nieder

Heute, 10:38 · Lesedauer 2 min

Was als ein klassischer Betrugsfall begonnen hat, wurde am Montagnachmittag in Wien-Döbling zum Raub. Laut Polizeisprecher Philipp Haßlinger rief ein Mann bei einer 91-jährigen Frau mit Wohnung in der Heiligenstädter Straße an und gab sich als Bankangestellter aus. Man habe auf ihrem Konto verdächtige Geldbewegungen festgestellt und bitte sie daher, ihr Geld abzuheben und zu sichern. Sie ging in ihre Bankfiliale und hob tatsächlich einen niedrigen fünfstelligen Betrag ab.

Es folgte ein zweiter Anruf der Täter - wiederum vorgeblich ein Bankangestellter - bei der betagten Frau: Ein Polizist werde zu ihr kommen und das Geld sowie weitere Wertgegenstände wie Schmuck und Dukaten sichern. Wenig später klopfte ein Mann bei ihr an, gab sich als Exekutivbeamter aus und verschaffte sich so Zutritt zu ihrer Wohnung.

Was folgte, ist relativ ungewöhnlich für solche Verbrechen, denn bisher liefen diese in der Regel gewaltfrei ab: Der Unbekannte stieß die Frau nieder und entwendete Bargeld, Golddukaten sowie eine Goldkette. Mit einer Kopfverletzung wurde die 91-Jährige in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr bestand glücklicherweise nicht, die Seniorin klagte aber über Erinnerungslücken. Die Einvernahme verlief daher wenig ergiebig. Das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen.

Aus diesem Hinweis wiederholte die Wiener Polizei einmal mehr ihre Präventionshinweise:

- Die Polizei ruft Sie niemals an und fordert Sie zur Herausgabe von Vermögen auf. - Übergeben Sie niemals Bargeld oder andere Wertsachen an Unbekannte. - Lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung.
Zusammenfassung
  • Eine 91-jährige Frau aus Wien-Döbling hob nach einem Anruf eines falschen Bankangestellten einen niedrigen fünfstelligen Betrag von ihrem Konto ab.
  • Ein als Polizist getarnter Täter verschaffte sich Zutritt zur Wohnung, stieß die Frau nieder und raubte Bargeld, Golddukaten und eine Goldkette.
  • Die Polizei betont erneut, niemals Bargeld oder Wertsachen an Unbekannte zu übergeben und keine fremden Personen in die Wohnung zu lassen.