Fall Fabian - Deutsche Staatsanwaltschaft erhob Mordanklage
Um die Spuren der Tat zu beseitigen, soll die Frau den Leichnam später mittels Brandbeschleuniger angezündet haben. Die Staatsanwaltschaft wies darauf hin, dass auch nach der Anklageerhebung die Unschuldsvermutung gelte. Die Frau war am 6. November unter dringendem Mordverdacht in einem Dorf in der Nähe von Güstrow verhaftet worden und sitzt seit dem 7. November in U-Haft. Ihr Auto wurde sichergestellt.
Nach früherer Aussage ihres Anwalts stritt seine Mandantin, eine ehemalige Freundin des Vaters des Buben, die Tat als Zeugin ab. Als Beschuldigte äußerte sie sich nicht zur Sache. Eine Haftbeschwerde blieb erfolglos.
Der aus Güstrow stammende achtjährige Fabian verschwand am 10. Oktober 2025. Seine Leiche wurde vier Tage später südlich von Güstrow gefunden. Der Fall hatte in ganz Deutschland für Schlagzeilen gesorgt. In Güstrow selbst wurden Trauergottesdienste mit großer Beteiligung der Bevölkerung abgehalten. Vor und in der Pfarrkirche St. Marien hatten Menschen immer wieder zahlreiche Kerzen entzündet und Plüschtiere und Bilder abgestellt.
Seine Mutter hatte den Grundschüler am Tag des Verschwindens bei der Polizei als vermisst gemeldet. Ihr Sohn sei nicht zur Schule gegangen, weil er sich unwohl gefühlt habe. Als die Mutter nach der Arbeit heim kam, war Fabian weg. Daraufhin startete eine großangelegte Suche.
Opfer eines Gewaltverbrechens
Schließlich wurde der Leichnam des Kindes am 14. Oktober entdeckt. Der tote Bub lag rund 15 Kilometer südlich von Güstrow an einem Tümpel bei Klein Upahl. Die Obduktion ergab, dass Fabian Opfer eines Gewaltverbrechens wurde.
Zusammenfassung
- Die Staatsanwaltschaft Rostock hat fünf Monate nach dem Verschwinden des achtjährigen Fabian aus Güstrow Anklage wegen Mordes gegen eine 29-jährige Frau erhoben.
- Die Tatverdächtige soll das Kind am 10. Oktober 2025 aus dem Haus gelockt, mit mindestens sechs Messerstichen getötet und den Leichnam später mit Brandbeschleuniger angezündet haben.
- Fabians Leiche wurde am 14. Oktober rund 15 Kilometer südlich von Güstrow gefunden, die Frau sitzt seit dem 7. November in Untersuchungshaft.
