APA - Austria Presse Agentur

Erstmals seit April wieder über 2.000 Neuinfektionen

08. Sept 2021 · Lesedauer 3 min

Justament an dem Tag, an dem die Regierung ihr neues Maßnahmenpaket zur Eindämmung der stark steigenden Corona-Zahlen präsentiert, wurden erstmals seit Ende April wieder mehr als 2.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Seit Dienstag kamen österreichweit 2.268 weitere Infizierte hinzu. Innerhalb einer Woche mussten in den Spitälern 100 Patienten mehr aufgenommen werden, insgesamt sind bereits 645 Covid-19-Erkrankte hospitalisiert

180 Schwerkranke müssen auf Intensivstationen versorgt werden - um neun mehr als am Vortag. Vor zwei Wochen waren es mit 86 noch weniger als halb so viele gewesen. Seit Dienstag wurden außerdem drei weitere Todesfälle gemeldet. Allein in der vergangenen Woche starben 40 Menschen an den Folgen einer SARS-CoV-2-Infektion. Insgesamt hat die Covid-19-Pandemie seit Ausbruch bereits 10.815 Tote in Österreich gefordert. Pro 100.000 Einwohner sind somit 121,1 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Neuinfektionen deutlich über dem Schnitt

Am 25. Februar 2020 hat es in Österreich die ersten bestätigten Fälle gegeben. 561 Tage später wurde nun die Marke von 700.000 positiven Testergebnissen seit Pandemiebeginn überschritten. Bisher gab es in Österreich bereits 701.216 positive Tests. Als genesen gelten 672.145 Personen.

Die 2.268 Neuinfektionen liegen deutlich über dem Schnitt der vergangenen sieben Tage mit 1.580 Fälle. Mehr als 2.000 wurden in Österreich zuletzt mit 2.131 am 30. April gemeldet. In Wien kamen seit Dienstag mit 571 die meisten Neuinfektionen hinzu, in Oberösterreich waren es exakt 500. Niederösterreich meldete 425 neue Fälle, Salzburg 227, die Steiermark 222 und Tirol 106. In Vorarlberg gab es 89 Neuinfektionen, in Kärnten 65 und im Burgenland 63. Die Sieben-Tages-Inzidenz stieg nunmehr auf 123,8 Fälle auf 100.000 Einwohner. Am Mittwoch gab es in Österreich 18.256 bestätigte aktive Fälle, um 721 mehr als am Dienstag. Das sind beinahe so viele aktiv positive Menschen, wie Traiskirchen Einwohner hat.

Impfkampagne stockt

Gegen einen schweren Covid-19-Verlauf und um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern hilft die Corona-Schutzimpfung, doch die Kampagne ist in Österreich ins Stocken geraten. Am Dienstag wurden 14.054 Impfungen durchgeführt. Insgesamt haben laut den Daten des E-Impfpasses 5.553.681 Menschen bereits zumindest eine Teilimpfung erhalten: Das sind 62,2 Prozent der Bevölkerung. Exakt 5.255.800 und somit 58,8 Prozent der Österreicher sind bereits voll immunisiert.

Am höchsten ist die Durchimpfungsrate im Burgenland mit 66,7 Prozent, in Niederösterreich sind 61,7 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft, in allen anderen Bundesländern sind es teils deutlich unter 60 Prozent. Die Schlusslichter sind Kärnten mit 55 Prozent und Oberösterreich mit nur 54,2 Prozent.

Sieht man sich die Altersgruppen an, sind nach wie vor zu wenige junge Menschen geimpft. Bei den Zwölf- bis 24-Jährigen sind 44,3 Prozent vollimmunisiert, in der Altersgruppe 25 bis 34 Jahre beträgt die Rate 55,9 Prozent und bei den 35- bis 44-Jährigen 62 Prozent. 67,2 Prozent der Personen zwischen 45 und 54 Jahren sind komplett gegen Covid-19 geschützt, 76,5 Prozent in der Gruppe 55 bis 64. Die 65- bis 74-Jährigen weisen eine Vollimmunisierungsquote von 82,1 Prozent auf, die 75- bis 84-Jährigen 87,2 Prozent und die Gruppe 85 plus 87,2 Prozent.

Österreichweit wurden in den vergangenen 24 Stunden 520.053 PCR- und Antigenschnell-Tests eingemeldet. Davon waren 123.532 aussagekräftige PCR-Tests, von ihnen fielen 1,8 Prozent positiv aus.

Quelle: Agenturen