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Erster Rot-Kreuz-Lkw mit Hilfslieferungen für Ukraine am Weg

28. Feb. 2022 · Lesedauer 2 min

Das Österreichische Rote Kreuz schickt eine bilaterale Hilfslieferung im Wert von 500.000 Euro an das Ukrainische Rote Kreuz. Die Waren werden im Katastrophenhilfszentrum in Inzersdorf in Wien zusammengestellt und von dort ausgeliefert. Am Montagnachmittag war Start für den erste Lkw, er hat 3.400 Decken geladen.

Hygiene-Pakete zur Versorgung von 150.000 Menschen sowie weiteres Material für Notunterkünfte wie Schlafmatten oder Kunststoffplanen folgen, berichtete das Rote Kreuz. Dazu werde weiteres Geld zum Kauf von Hilfsgütern über das Internationale Rote Kreuz bereitgestellt und eine Lieferung zur Verstärkung der Wasserversorgung an Ort und Stelle vorbereitet. Die Entsendung von Delegierten wird geprüft.

"Die humanitäre Lage in der Ukraine verschlechtert sich weiter", sagte Rot-Kreuz-Generalsekretär Michael Opriesnig. "Teile der Infrastruktur sind zerstört. Hunderttausende Menschen haben weder Strom noch Wasser." Auch die Sicherheitslage sei dramatisch.

Das Rote Kreuz forderte die Konfliktparteien dazu auf, den Hilfskräften Zugang in Gebiete zu gewähren, in denen Menschen Hilfe brauchen. Außerdem wurde erneut festgehalten: "Zivilisten und zivile Infrastruktur sind keine Ziele, sondern zu verschonen. Das gebietet das Völkerrecht."

Das Ukrainische Rote Kreuz hat mehr als 30.000 Menschen mit dringend benötigten Hilfsgütern versorgt. Erste-Hilfe-Teams sind im Einsatz um Leben zu retten - in den Städten und auf dem Land. "Die Kolleginnen und Kollegen des Ukrainischen Roten Kreuzes spüren dabei eine starke Unterstützung der Bevölkerung. In den vergangenen Tagen haben sich mehr als 1.000 neue Freiwillige zum Dienst im Auftrag der Menschlichkeit gemeldet", berichtete Opriesnig.

In Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden hat das Rote Kreuz Aufnahmezentren für im Land vertriebene Personen eingerichtet, wo die Opfer des Krieges versorgt werden. Derzeit steigt die Zahl geflohener Menschen in Polen, Ungarn, der Slowakei, Rumänien und Moldawien stark an. Das Rote Kreuz sei an Ort und Stelle, um Hilfe zu leisten. Neben der Verteilung von Hilfsgütern werden vor allem Notunterkünfte eingerichtet, hieß es.

"Das Rote Kreuz ist bereit, im Rahmen seines Auftrags zur Unterstützung der Behörden im humanitären Bereich sich auch an der Betreuung geflohener Menschen in Österreich zu beteiligen", sagte Opriesnig. Die Vorbereitungen hierzu würden laufen.

"Es erreichen uns auch viele Anfragen, wie man persönlich etwas tun kann", so der Generalsekretär. "Eine Geldspende ist aber immer noch der beste Weg, Solidarität mit den Opfern des Konflikts zu zeigen."

Quelle: Agenturen