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Ermittlungen nach Tod bei Krankentransporten in Italien

Heute, 10:19 · Lesedauer 1 min

Die Staatsanwaltschaft der norditalienischen Stadt Forlì ermittelt wegen mehrfachen Totschlags gegen einen 27-jährigen Fahrer eines Rettungswagens. Der Vorwurf betrifft den Tod von fünf älteren Menschen, die zwischen Februar und Sommer 2025 während Krankentransporten in Rettungswagen gestorben sind. Weitere drei verdächtige Todesfälle werden geprüft, wie Medien am Mittwoch berichteten.

Alle Todesfälle ereigneten sich während der Überführung der Patienten von ihrem Zuhause ins Krankenhaus, jeweils unter Anwesenheit desselben Rettungsmitarbeiters. Bei den Toten handelt es sich um Senioren mit schweren chronischen Krankheiten. Vermutet wird, dass der 27-Jährige, der derzeit vom Dienst suspendiert ist, den Senioren Luft in die Adern injiziert habe. Dies soll tödliche Embolien ausgelöst haben.

Bei einer Frau, die im November vergangenen Jahres starb, wurde bereits eine Obduktion durchgeführt. In weiteren Fällen laufen derzeit Untersuchungen. Die Ermittlungen dauern an, weitere Details zu den Todesfällen und möglichen Verantwortlichkeiten sollen in den kommenden Wochen geprüft werden. Der Beschuldigte beteuert seine Unschuld.

Zusammenfassung
  • Die Staatsanwaltschaft Forlì ermittelt wegen mehrfachen Totschlags gegen einen 27-jährigen Rettungswagenfahrer, nachdem zwischen Februar und Sommer 2025 fünf ältere Menschen während Krankentransporten verstorben sind.
  • Alle Todesfälle ereigneten sich unter Anwesenheit desselben Rettungsmitarbeiters, wobei der Verdacht besteht, dass den Senioren Luft in die Adern injiziert und so tödliche Embolien ausgelöst wurden.
  • Drei weitere verdächtige Todesfälle werden geprüft, eine Obduktion wurde bereits im November 2024 durchgeführt, und der Beschuldigte beteuert seine Unschuld.