APA - Austria Presse Agentur

Ermittlungen laufen: Masken-Gegner verabreden sich im Supermarkt

03. März 2021 · Lesedauer 2 min

Maskengegner und Corona-Leugner haben in den sozialen Netzwerken einen Aufruf gestartet, am Freitag um 18.00 Uhr österreichweit in Supermarktfilialen "maskenfrei" einkaufen zu gehen beziehungsweise die Masken dort abzunehmen.

Wegen des Aufrufs ermittelt bereits das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT). Vor Ort wird am Freitag die Polizei vor den Märkten Präsenz zeigen. Die Handelsketten sind mit den Behörden bereits in Kontakt. 

Rewe beugt mit Securities vor: Ohne Maske wird Zutritt verweigert

"Die Polizei ist informiert und wird vor Ort sein", sagte eine Sprecherin von Spar am Mittwoch zur APA. Die Mitarbeiter in den betroffenen Märkten wissen, was zu tun ist. Sie seien informiert und instruiert. Auch die Rewe-Gruppe (Billa, Penny, Merkur) hat vorgesorgt. "Nach Bekanntwerden dieser Aktion haben wir die betroffenen Märkte und deren Mitarbeiterinnen entsprechend informiert, Securities organisiert und sind in Kontakt mit der Polizei", sagte ein Sprecher. Unabhängig von der konkreten Situation stellte Rewe klar, sollten Personen sich weigern, eine Maske zu tragen bzw. kein ärztliches Attest zur Befreiung der Tragepflicht vorweisen können, sehe man sich veranlasst, den Zutritt zu den Märkten zu verweigern.

Anonymer Aufruf auf Telegram

Der Aufruf der Corona-Gegner wurde unter anderem im Instant-Messaging-Dienst Telegram verbreitet. Zur angegebenen Zeit soll demnach in bestimmten Filialen mehrerer Handelsketten in allen Bundesländern in der Obst- und Gemüseabteilung die Maske abgenommen werden. Die Masken-Verweigerer sollen, so der anonym initiierte Appell, einen "möglichen Rauswurf/Verwarnung/Anzeige friedlich entgegennehmen" und beim nächsten Mal wieder teilnehmen. 

Marianne LamplQuelle: Redaktion / lam