Elternverband gegen Schulschließungen

18. Nov 2021 · Lesedauer 2 min

Der Vizepräsident des Bundeselternverbandes, Marcus Dekan, sagt gegenüber PULS 24, dass die Schulen offenbleiben sollen, "solange es gesundheitlich vertretbar ist".

Die vierte Corona-Welle macht auch vor den Schulen nicht halt. Die Zahl der positiven PCR-Tests wächst weiter. Am Montag und Dienstag wurden in Österreich (ohne Wien) 3.090 positive PCR-Tests registriert. Außerdem sind bereits 11 Schulen und 407 Klassen geschlossen. Markus Dekan, Vizepräsident des Bundeselternverbandes, beobachtet die Entwicklung mit Sorge.

Hohe Inzidenzen bei Jungen

Besorgniserregend sind auch die 7-Tages-Inzidenzen in der jüngeren Altersgruppe. Bei den 5- bis 14-Jährigen liegt sie bei 1.717, bei den 15- bis 24-Jährigen bei 1.311. Im Vergleich dazu ist die Inzidenz bei den 55- bis 64-Jährigen mit 738 fast verschwindend gering. Vor diesem Hintergrund gewinnt die Frage nach bundesweiten oder regionalen Schulschließungen an Bedeutung. 

Dekan will die Schulen "im Moment" dennoch weiterhin offenhalten, "weil die Folgen des Distance Learnings und des Lockdowns sehen wir heute noch". Er räumt im PULS 24 Interview aber auch ein, dass der Betrieb an einzelnen Schulen bereits nicht mehr sinnvoll aufrechterhalten werden kann, weil Personal erkrankt ausfällt. 

Neuorganisation des Distance Learning

Sollte der Präsenzunterricht nicht aufrechterhalten werden können, plädiert Dekan für eine Reorganisation des Distance Learning. Er brauche, "klare und strenge Stukturen, damit Kinder und Jugendlich im Distance Learning drinnen bleiben". In den letzten Lockdowns seien viele Kinder verloren gegangen.

Es brauche daher "sehr klare Stukturen" und einen "sehr klaren Stundenplan", der nicht dem Stundenplan für den Präsenzunterricht entsprechen müsse. Der Fokus müsse auf den Kernfächern liegen. Hier bedarf es laut Dekan einer besseren Organisation.

Quelle: Redaktion / apb