Eisige Kälte an der Ostküste der USA
Dadurch steigt das Risiko für Unterkühlungen und Erfrierungen deutlich. Die aktuelle Kälte ist Teil eines ungewöhnlich stark ausgeprägten Wettermusters, das die USA spaltet. Während der Osten von arktischer Luft, Schnee und Eis dominiert wird, herrschen im Westen teils frühlingshafte Temperaturen. Nach einer Analyse des US-Senders CNN lagen die Temperaturen dort zuletzt stellenweise 20 bis 30 Grad Fahrenheit (circa 11 bis 17 Grad Celsius) über dem Durchschnitt für die Jahreszeit.
Ursache sind demnach ungewöhnliche Luftströmungen in großer Höhe. Nach Einschätzung von Meteorologen schwächt eine länger anhaltende Wetterlage in der Arktis derzeit die "Kälteschranke" um den Nordpol, sodass kalte Polarluft leichter nach Süden ausbrechen kann. Der dadurch veränderte Jetstream, eine Art "Autobahn" für starke Höhenwinde, lenkt die Kälte immer wieder in den Osten der USA, während über dem Westen des Landes ein stabiles Hochdruckgebiet milde Luft festhält. Klimaforscher betonen, dass solche Phänomene auch in einem sich insgesamt erwärmenden Klima auftreten können – auch wenn extreme Kälteperioden langfristig seltener werden.
Es soll wärmer werden - auch im Osten
Die extreme Kälte machte sich zuletzt selbst im sonst warmen Florida bemerkbar. Dort fielen bei Temperaturen unter zehn Grad Celsius massenhaft Leguane von den Bäumen, weil die wechselwarmen Tiere in eine Kältestarre verfielen. Die Wildschutzbehörde nutzte die Situation, um Tausende der als invasive Art geltenden Echsen einzusammeln.
Meteorologen rechnen US-Medien zufolge ab der kommenden Woche indes mit einer allmählichen Milderung der Temperaturen im Osten. Auch wenn die aktuelle Wetterlage als bemerkenswert gilt: Der kälteste 8. Februar in New York wurde 1934 mit minus 22 Grad Celsius registriert.
Zusammenfassung
- Die US-Ostküste erlebt nach zwei Winterstürmen weiterhin extreme Kälte mit Windchill-Werten von bis zu minus 30 Grad Celsius in New York, wodurch das Risiko für Unterkühlungen und Erfrierungen deutlich steigt.
- Während im Osten arktische Temperaturen herrschen, werden im Westen der USA stellenweise Werte gemessen, die 11 bis 17 Grad Celsius über dem Durchschnitt liegen, verursacht durch ungewöhnliche Luftströmungen und einen veränderten Jetstream.
- In Florida führten Temperaturen unter zehn Grad Celsius dazu, dass massenhaft Leguane von den Bäumen fielen, während Meteorologen für die kommende Woche eine allmähliche Milderung der Kälte im Osten prognostizieren.
