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Ein Toter nach Schlägerei in griechischem Flüchtlingslager

06. Juli 2020 · Lesedauer 1 min

Ein 19-jähriger Asylsuchender ist in der Nacht auf Montag im überfüllten Migrantenlager von Moria auf der griechischen Insel Lesbos erstochen worden. Das berichtete der staatliche Rundfunk (ERT-Ägäis) unter Berufung auf das Krankenhaus der Insel. Weitere zwei Menschen kamen mit gefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus, andere erlitten leichte Verletzungen, berichteten örtliche Medien.

Ein 19-jähriger Asylsuchender ist in der Nacht auf Montag im überfüllten Migrantenlager von Moria auf der griechischen Insel Lesbos erstochen worden. Das berichtete der staatliche Rundfunk (ERT-Ägäis) unter Berufung auf das Krankenhaus der Insel. Weitere zwei Menschen kamen mit gefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus, andere erlitten leichte Verletzungen, berichteten örtliche Medien.

Nach Informationen aus Polizeikreisen eskalierte ein Streit um ein gestohlenes Handy. In die schwere Schlägerei seien Afghanen und Afrikaner aus der Elfenbeinküste und dem Kongo verwickelt gewesen. Mehrere Migranten wurden festgenommen. Die Polizei versuche, den Täter zu identifizieren, hieß es.

In Moria gibt es immer wieder Streitigkeiten zwischen den Menschen, die auf engstem Raum zum Teil in Hütten und unter Plastikplanen leben. Dies gilt besonders für ein wildes Lager, das sich rund um das eigentliche Camp gebildet hat und unter dem Namen "The Jungle" (Der Dschungel) bekannt ist.

In und um das Lager mit einer offiziellen Aufnahmekapazität von 2.757 Personen harren nach jüngsten Angaben knapp 15.300 Menschen aus. Hilfsorganisationen und das UNO-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) fordert seit Jahren, dass das Lager aufgelöst wird und die Menschen in bessere Unterkünfte gebracht werden.

Quelle: Agenturen