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Ecstasy in Champagner: Warnung auch für Österreich

28. Feb. 2022 · Lesedauer 2 min

Mehrere Menschen in Deutschland und den Niederlanden mussten nach dem Verzehr einer mit Ecstasy versetzen Champagner-Flasche im Krankenhaus behandelt werden.

Zwar ist in Österreich noch kein derartiger Fall aufgetreten, dennoch warnt die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) im Auftrag des Gesundheitsministeriums vor Drei-Liter-Champagner-Flaschen, die mit Ecstasy versetzt sein könnten. In Deutschland hat es bereits ein Todesopfer gegeben. 

Vorfälle in Deutschland und den Niederladen

Nach dem Konsum des Flascheninhaltes sind in Deutschland sieben Personen schwer erkrankt, eine Person ist verstorben. In den Niederlanden wurden vier Krankheitsfälle registriert. In beiden Fällen wurden die betreffenden Flaschen über eine noch unbekannte Website erworben.

Bisher keine Anhaltspunkt

Derzeit ist nicht bekannt, wie das MDMA in diese Flaschen gelangt ist. Daher kann nicht ausgeschlossen werden, dass andere Flaschen derselben Marke im Umlauf sind, die ebenfalls MDMA enthalten, so die AGES.

Angaben des Landesuntersuchungsamtes sind die Vertriebswege des mit der Droge verunreinigten Champagners bisher unklar. Es wird ermittelt, wie das Ecstasy in die Flaschen eingefüllt wurde. In beiden Ländern wird vor dem Kauf der Champagnerflasche gewarnt. Nach

Kein Fall in Österreich

In Österreich seien derzeit keine derartigen Vorkommnisse gemeldet. Das Gesundheitsministerium ersucht dennoch Konsumentinnen und Konsumenten, auf Flaschen von Moët & Chandon Ice Impérial zu drei Litern mit dem Loscode LAJ7QAB6780004 zu achten. Dieser Code ist auf dem Etikett auf der Rückseite der Flasche zu finden.

Mit MDMA gefüllte Flaschen sind von mit Champagner gefüllten Flaschen nicht zu unterscheiden. Beim Einschenken ist jedoch ein deutlicher Unterschied festzustellen: flüssiges MDMA sprudelt nicht, es hat eine rötlich-braune Farbe, die mit der Zeit dunkler wird und es riecht nach Anis. Bei Verdacht keinesfalls Flasche oder Gläser berühren und keinesfalls kosten. Schon das Probieren kann zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. Bei Verdacht muss die Polizei informiert werden.

Quelle: Agenturen