APA - Austria Presse Agentur

E-Impfpass als Erleichterung für Bevölkerung und Behörden

12. Feb 2021 · Lesedauer 2 min

Der elektronische Impfpass soll der Bevölkerung und den Behörden gleichermaßen das Leben in der Corona-Pandemie und danach erleichtern.  Man wolle "möglichst schnell" erreichen, dass sämtliche durchgeführten Impfungen im E-Impfass verzeichnet werden.

Es soll möglichst schnell dafür gesorgt werden, dass alle Impfungen im E-Impfpass eingetragen sind. Das betonten Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) und Peter Lehner, Vorsitzender der Konferenz für Sozialversicherungsträger, am Freitag im Rahmen eines Online-Pressegesprächs.

"Perfektes Steuerungselement" für die Behörden

Aktuell hält man bei der Impfung gegen SARS-CoV-2 bei einer Eintragungsquote von 90 Prozent. Am 24. Februar soll der Nationalrat die gesetzlichen Grundlage beschließen, mit der "die unmittelbare, direkte Verpflichtung an alle, Impfdaten im E-Impfpass einzutragen" verankert wird, kündigte Anschober an. Ausnahmen werde es keine geben. Anschober sprach von einem "großen Schritt", Lehner bezeichnete den E-Impfpass als Tool, "um das uns andere Länder beneiden". Den Behörden diene der E-Impfpass als "perfektes Steuerungsinstrument", der Bevölkerung als "perfekter Nachweis", um zukünftig nach einer absolvierten Corona-Schutzimpfung Flugreisen oder Konzertbesuche unbürokratisch möglich machen zu können, sagte Lehner.

Länder bekommen über Dashboard Überblick

Mit den gesammelten und anonymisierten Daten - Lehner garantierte deren Sicherheit - wird den Impfkoordinatoren und zuständigen Stellen in den Ländern ein Dashboard zur Verfügung gestellt, das detailgenaue Einblicke in den Fortgang des erstellten Corona-Impfplans ermöglicht. Das Dashboard macht Vergleiche innerhalb der insgesamt 82 Versorgungsregionen möglich. Wie Anschober ausführte, "werden wir die sensationelle Breite an Daten schrittweise in den öffentlichen Bereich übernehmen". Das vom Gesundheitsministerium betriebene Dashboard zur Corona-Impfung wies am Freitag bereits zusätzliche Tools, etwa Grafiken zum zeitlichen Verlauf und zur Durchimpfungsrate auf.

Bis Ostern sollen eine Million zwei Impfdosen haben

Was das Impfen gegen das Coronavirus betrifft, "geht es gut voran", stellte Anschober fest. Ein Mal mehr bekräftigte er, dass bis Ostern eine Million Österreicherinnen und Österreicher vollen Schutz in Form von zwei dafür erforderlichen Impfdosen erhalten haben sollten. Im Lauf des Freitags werde man die Grenze von 400.000 durchgeführten Corona-Impfungen überschreiten. "Am Wochenende sollten 150.000 Personen vollimmunisiert sein", meinte Anschober. Das Interesse an der Impfung sei "groß, die Stimmung hat sich gedreht".

Quelle: Agenturen