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Duo sprengt Bankomaten in Wien-Döbling: keine Beute

Heute, 11:46 · Lesedauer 2 min

Zwei Täter haben in der Nacht auf Mittwoch in Wien-Döbling einen Bankomaten gesprengt. Laut Polizeisprecher Philipp Haßlinger dürfte das Duo gegen 2.00 Uhr in das Foyer der Filiale im Bereich Döblinger Hauptstraße gekommen sein und dort einen Automaten in die Luft gejagt haben. Dabei dürften sie nicht sehr versiert vorgegangen sein. Sie verursachten großen Sachschaden, kamen aber nicht an das Geld. Mit einem E-Moped flüchteten sie in Richtung Spittelau.

Der Tatort wurde großräumig abgesperrt. Sprengstoffkundige Organe und der Entschärfungsdienst der Direktion Spezialeinheiten (DSE) sicherten das Foyer. Das Landeskriminalamt nahm Ermittlungen auf. Die Hintergründe waren zunächst unklar. Erste Vermutungen gingen allerdings aufgrund des Modus Operandi davon aus, dass es sich um neue Mitglieder einer Gruppe handeln könnte, auf deren Konto zahlreiche ähnlich gelagerte Sprengungen seit Ende 2024 in mehreren Bundesländern ging und von denen im vergangenen Jahr ein Großteil der Täter festgenommen sowie teils bereits verurteilt wurde. Aufgrund dieser Aktivitäten war die AG Bankomat gegründet worden, deren Leiter der nunmehrige Wiener Vizelandespolizeipräsident Dieter Csefan war.

Das Duo in der vergangenen Nacht entkam der Polizei nur mit Glück. Auf der Flucht kam ihnen ein Streifenwagen entgegen, der die Verdächtigen beinahe gestoppt hätte, wie Haßlinger der APA schilderte. Sie konnten jedoch über den sogenannten Skywalk entkommen, der von Döbling zur Spittelau führt. Dort kamen ihnen die Beamten mit dem Auto nicht mehr nach.

Zusammenfassung
  • Zwei Täter sprengten gegen 2.00 Uhr in Wien-Döbling einen Bankomaten, verursachten erheblichen Sachschaden, konnten jedoch kein Geld erbeuten.
  • Die Männer flüchteten mit einem E-Moped in Richtung Spittelau und entkamen der Polizei über den Skywalk, nachdem sie beinahe gestellt worden wären.
  • Das Landeskriminalamt ermittelt, wobei der Modus Operandi auf neue Mitglieder einer Tätergruppe hindeutet, die seit Ende 2024 für zahlreiche ähnliche Sprengungen verantwortlich gemacht wird.