APA/APA/AFP/ULISES RUIZ

Drogenpate "El Mencho" in Mexiko beigesetzt

Heute, 12:59 · Lesedauer 2 min

Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen ist in Mexiko der vom Militär getötete berüchtigte Drogenboss "El Mencho" beigesetzt worden. Nemesio Oseguera wurde laut einem Reporter am Montag (Ortszeit) in einem vergoldeten Sarg auf einem kleinen Friedhof in einem Vorort von Guadalajara , der Hauptstadt des Bundesstaats Jalisco, beigesetzt. Dabei erklang traditionelle Musik, und Menschen legten Blumenkränze nieder.

Die mexikanische Armee hatte vor gut einer Woche die Tötung des Anführers des mächtigen Drogenkartells Jalisco Nueva Generación bekannt gegeben. "El Mencho" war in Mexiko und im Nachbarland USA auf den Fahndungslisten gestanden; in den Vereinigten Staaten war ein millionenschweres Kopfgeld auf ihn ausgesetzt gewesen. Nach der Tötung von "El Mencho" trat das Drogenkartell eine Gewaltwelle los; die Regierung setzte tausende Soldaten zur Eindämmung der Gewalt in dem Gastgeberland der Fußball-Weltmeisterschaft ein.

Beigesetzt wurde Nemesio Oseguera auf Wunsch seiner Familie in Zapopan, einem Vorort von Gudalajara, wo Spiele der Fußball-WM ausgetragen werden sollen. Das Grab von "El Mencho" ist mit einem Grabstein aus Stein vergleichsweise schlicht gehalten. Einige Angehörige von "El Mencho" waren bei der Beisetzung anwesend.

Schon seit Sonntag hatten Mitglieder des Militärs, der Nationalgarde und der Polizei das Bestattungshaus überwacht. Die Route zur Überführung des Leichnams zum Friedhof wurde erst kurzfristig bekannt gegeben. Sicherheitskräfte begleiteten den Leichenwagen auf dem Weg zum Friedhof.

Zusammenfassung
  • Der berüchtigte Drogenboss 'El Mencho' wurde am Montag unter hohen Sicherheitsvorkehrungen in einem vergoldeten Sarg auf einem kleinen Friedhof in Zapopan, einem Vorort von Guadalajara, beigesetzt.
  • Nach der Tötung des Anführers des Jalisco Nueva Generación Kartells vor gut einer Woche setzte die mexikanische Regierung tausende Soldaten zur Eindämmung einer Gewaltwelle ein.
  • In den USA war ein millionenschweres Kopfgeld auf 'El Mencho' ausgesetzt, und die Beisetzung erfolgte auf Wunsch der Familie unter strenger Bewachung durch Militär, Nationalgarde und Polizei.