APA - Austria Presse Agentur

Dritter Verdachtsfall auf Südafrika-Mutation in Salzburg

18. Feb 2021 · Lesedauer 2 min

Nach der Rückkehr von einem humanitären Einsatz in Afrika wurde ein Mann in Salzburg positiv auf Corona getestet. Der Verdacht auf eine Ansteckung mit der Südafrika-Mutation wird geprüft-

 In Salzburg ist ein dritter Verdachtsfall auf die südafrikanische Coronavirus-Mutation B.1.351 aufgetaucht. Den Gesundheitsbehörden zufolge handelt es sich um einen Rückkehrer nach einem humanitärem Einsatz in Afrika. Der Mann begab sich in Quarantäne, das "Freitesten" am fünften Tag brachte aber ein positives Ergebnis. Weil bei einem Angehörigen eine Ansteckung festgestellt wurde, ist eine Schule in der Stadt Salzburg präventiv auf Distance Learning umgestellt worden.

Schule präventiv auf Distance Learning umgestellt

Daraufhin wurde die Ganzgenomsequenzierung bei der AGES beauftragt. Der Mann und seine Familie sind abgesondert worden. Da im engsten Familienkreis des Rückkehrers bereits eine weitere Ansteckung festgestellt wurde, ist die Schule präventiv auf Distance Learning umgestellt worden. Alle Schüler dieser Schule werden laut Informationen der Stadt außerplanmäßig noch einmal per "Nasenbohrer-Test" durchgetestet.

Kein Zusammenhang zu anderen Mutations-Fällen

Den Behörden zufolge gibt es zu den bisherigen Fällen von B.1.351 in Salzburg kein Zusammenhang. Erst gestern wurde ein Verdachtsfall im Flachgau bekannt. Betroffen ist eine Frau, die am 13. Februar erste Symptome entwickelt hat. Ein Test am Folgetag bestätigte eine Infektion mit SARS-CoV-2. Am Dienstag lag dann ein positives Ergebnis des Vortests hinsichtlich der Virusvariante aus Südafrika vor. Beim Contact Tracing stellte sich heraus, dass die Frau vom 9. bis 10. Februar im Bezirk Schwaz in Tirol bei Verwandten zu Besuch war, die ebenfalls positiv auf das Corona-Virus getestet wurden.

Am Dienstag hatte die Stadt Salzburg über einen ersten Verdachtsfall zur Südafrika-Mutation informiert. Ein Österreicher war nach der Rückkehr aus Südafrika positiv getestet worden. Ein Screening auf die Virusmutationen brachte aber kein klares Ergebnis. Allerdings dürfte er seinen 15-jährigen Sohn angesteckt haben. Die Behörden gehen davon aus, dass sich bei dem Jugendlichen der hochgradige Mutationsverdacht bestätigen wird.

Quelle: Agenturen / apb