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Drei Tote bei Lawinen in Norditalien

03. Jan. 2026 · Lesedauer 2 min

Bei Lawinenunglücken in Norditalien sind am Freitag drei Menschen ums Leben gekommen. Eine große Lawine hat sich am Freitag in der Gemeinde Acceglio in den Alpen der norditalienischen Region Piemont auf einer Höhe von 2.300 Metern gelöst. Mindestens vier Tourengeher wurden von der Schneemasse erfasst, wie italienische Medien berichteten. Eine 50-jährige Deutsche kam ums Leben, drei weitere Menschen wurden verletzt geborgen.

Zu den Verletzten zählt der Ehemann der toten Deutschen. Er wurde mit schwerer Unterkühlung gerettet, medizinisch versorgt und anschließend in ein Krankenhaus geflogen. Die beiden weiteren von der Lawine erfassten Personen sollen ebenfalls Ausländer sein. Nach Angaben der Rettungskräfte gehörten sie zu einer Gruppe von drei Skitourengehern, die sich im selben Gebiet aufhielt wie das deutsche Paar.

Am Freitagnachmittag wurde in Bobbio Pellice nahe Turin ein französischer Skifahrer von einer Lawine begraben. Ein weiterer Franzose alarmierte die Rettungskräfte, doch für den Verunglückten kam jede Hilfe zu spät. Bereits Freitagfrüh war bei einem Lawinenabgang in den Dolomiten im Nordosten Italiens ein italienischer Bergsteiger ums Leben gekommen.

Nach Angaben der Bergrettung haben starker Schneefall rund um Weihnachten und anschließend steigende Temperaturen mit starkem Wind die Lawinengefahr in der Region erhöht. Der Bergrettungsdienst mahnt angesichts der derzeitigen Eisverhältnisse in den Bergen zu äußerster Vorsicht. Experten raten dringend dazu, niemals ohne Steigeisen oder Grödel unterwegs zu sein.

Zusammenfassung
  • Bei mehreren Lawinenabgängen in Norditalien sind am Freitag drei Menschen ums Leben gekommen, darunter eine 50-jährige Deutsche, ein französischer Skifahrer und ein italienischer Bergsteiger.
  • In der Gemeinde Acceglio (Piemont) wurden vier Tourengeher auf 2.300 Metern Höhe von einer Lawine erfasst, wobei neben der Toten drei weitere Personen – darunter ihr Ehemann – verletzt geborgen wurden.
  • Die Bergrettung warnt angesichts von starkem Schneefall, steigenden Temperaturen und Wind vor akuter Lawinengefahr und rät dringend zu Steigeisen oder Grödel.